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Der Pfarrgemeinderat von St. Jakobus Ockstadt (vorne v. l.): Pfarrer Bernd Weckwerth, Katrin Gröninger, Mechtild Kipp, Angela Wätjer (Erste Vorsitzende), Jürgen Klein, mittlere Reihe v. l. Raymund Hofmann, Sabine Meuser, Juliane Glaum (Gemeindereferentin), Isabell Klein und hinten v. l. Katharina von Franckenstein, Ludwig Witzenberger und Uli Henritzi. Es fehlen: Clara Wolny und Benedikt Schnell. FOTO: PV

Weichen sind gestellt

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Friedberg-Ockstadt(pm) Wie schafft man eine lebendige und aktive Glaubensgemeinschaft? Welche weiteren Rollen können Laien übernehmen, wenn der Pfarrer vermehrt anderswo eingesetzt wird? Wie gestaltet man die Zusammenarbeit mit den Gemeinden in der geplanten neuen Pfarrei? Der Pfarrgemeinderat (PGR) von St. Jakobus Ockstadt diskutierte neulich bei einem Workshop die wichtigen Zukunftsfragen der katholischen Kirchengemeinde.

Gesprochen wurde insbesondere über das gottesdienstliche Geschehen, die Vermittlung des christlichen Glaubens, den pastoralen Weg und die Ökumene.

Ehrenamt auf mehr Schultern verteilen

Dem PGR sei die Unterstützung der Ehrenamtlichen in der Gemeinde ein wichtiges Anliegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dienste in der Liturgie werden zum Beispiel von Messdienern, Lektoren, Kommunionhelfern oder der Familienschola erbracht, Dienste in der Vorbereitung zu den Sakramenten von den Kommunion- oder Firm-Katecheten, Dienste in der Ökumene vom Bibelkreis und dem ökumenischen Frauenkreis.

All jene Gruppen sollen gefördert werden und erhalten aus dem Pfarrgemeinderat je einen Ansprechpartner. Dies gelte auch für jene Personen, die eine wertvolle Arbeit im Hintergrund verrichteten, deren Beitrag aber erst dann auffalle, wenn sie nicht mehr geleistet werde. Im Blick des PGR sind hier zum Beispiel das Kirchenputzteam, der Hausmeisterdienst, Blumenschmuck, der Küsterdienst und das Team tatkräftig helfender Männer.

Die Verbesserung der Jugendarbeit ist ein besonderes Anliegen. Positiv sieht der PGR die zuverlässige Betreuung der Messdiener, die Jugendfreizeit und die Sternsingeraktion. Angestrebt sind darüber hinaus angeleitete Gruppenstunden, die regelmäßig stattfinden. Hierzu sucht der PGR Ehrenamtliche, die gerne mit Jugendlichen arbeiten.

In einer nächsten Initiative ging es darum, die ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde auf mehr Schultern zu verteilen. So wird zum Beispiel eine zweite oder dritte Person für den Küsterdienst gesucht. Man wolle mehrere Menschen ansprechen und sei auch für kleine Dienste dankbar. Der "Haltepunkt", Pfarrbrief der Pfarrgruppe St. Jakobus Ockstadt und St. Michael Rosbach, weist sonntags drei heilige Messen aus und auch in der Woche meist an drei Tagen. Noch könne Pfarrer Bernd Weckwerth dieses Pensum bewältigen, schreibt der PGR. "In den nächsten Jahren müssen wir jedoch mit Änderungen rechnen. Daher soll die Wort-Gottes-Feier als eigenständige Form des Gottesdienstes etabliert werden. Die Leitung soll bei Laien, den Wort-Gottes-Beauftragten, liegen. Ein erstes Angebot dazu ist für das 4. Quartal 2020 vorgesehen, zunächst dienstags einmal im Monat, später auch sonntags um 9 Uhr. Alle Änderungen werden der Gemeinde zuvor jeweils begründet und bekannt gemacht", heißt es weiter in der Pressemitteilung.

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