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Weg mit dem Sondermüll

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Von: red Redaktion

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Tina Fuchs ist für die Bürger aus dem Wetteraukreis (außer Bad Vilbel) mit dem Schadstoffmobil unterwegs. © pv

Wetteraukreis (pm). Nach drei Wochen Pause fährt das Schadstoffmobil wieder durch die Wetterau. Nach einem festen Plan werden an 157 Tagen in diesem Jahr verschiedene Plätze in den Gemeinden und Städten angefahren. Hier können die Bürger kostenlos Sondermüll abgeben. Dazu gehören etwa Haushaltsreiniger, Holzschutzmittel, Lacke, Klebstoff und Desinfektionsmittel, wie der Abfallwirtschaftsbetrieb Wetterau mitteilt.

Keine Batterien und Wandfarben

Damit die Abfälle gefahrlos überreicht werden können, appelliert Tina Fuchs, Fachkraft am Schadstoffmobil: »Bringen Sie uns Ihre Abfälle nur in Originalverpackungen.« Defekte Verpackungen sollten samt Inhalt in ein dichtes und verschließbares Behältnis gesteckt werden. Gefährliche Abfälle dürfen nicht vermischt, sondern müssen getrennt abgeben werden. Ein Behälter darf höchstens 20 Liter fassen.

Immer wieder wollen Bürger Autobatterien, Wandfarben, Motorenöle oder Feuerlöscher abgeben. Doch Fuchs darf diese Abfälle nicht annehmen. »Gerätebatterien nimmt jede Verkaufsstelle von Batterien zurück, dazu ist sie verpflichtet«, informiert der AWB. Zusätzlich nehmen die zehn Wetterauer Recyclinghöfe Gerätebatterien kostenlos an.

Auch für Autobatterien gibt es eine Rücknahmepflicht der Händler, verbunden mit einem Pfandsystem. Das Pfand wird entweder mit dem Kauf einer neuen Batterie verrechnet oder ausbezahlt. Darum sollte der Kassenbon aufbewahrt werden. Beim Kauf über das Internet gilt das Rückgaberecht ebenso.

Auch für Altöl von Autos haben die (Internet-)Händler eine Rücknahmepflicht. Wer Mineralöl verkauft, ist am Verkaufsort verpflichtet, Altöl kostenfrei anzunehmen. Auch hier ist man laut AWB auf der sicheren Seite, wenn man den Kassenbon aufhebt. Auf den Internetkäufer kommen eventuell Versandkosten dazu.

Ein Abfall, der seit zwölf Jahren nicht mehr angenommen wird und dennoch immer wieder zum Schadstoffmobil gebracht wird, ist die klassische Dispersionsfarbe auf Wasserbasis. »Da Wandfarbe ohne Lösemittel kein gefährlicher Abfall ist, kann diese einfach in die Restmülltonne gegeben werden. Aber Achtung: Die Farbe muss vorher eingedickt werden, falls sie nicht schon steinhart ist«, erklärt Fuchs.

Auch Feuerlöscher werden am Schadstoffmobil nicht angenommen. Es gibt einige Fachhändler in der Wetterau, die diese entgegennehmen. Adressen erhält man beim Serviceteam der Abfallwirtschaft Wetterau unter Tel. 0 60 31/90 66 11. Auch Fragen zur Sammlung gefährlicher Abfälle werden dort beantwortet.

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