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Hält die Brücke aus Papier die Spielzeug-Autos aus? Um diese Frage geht es bei einem der Experimente.

Was mit Papier so alles möglich ist

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Friedberg (pm), Das Kinderhaus Wetterau in Friedberg ist als »Haus der kleinen Forscher« zertifiziert. Passend dazu hat die Kita hat das digitale Angebot der gleichnamigen Stiftung genutzt, um den »Tag der kleinen Forscher« zu feiern.

»Eine Brücke aus Papier? Klar, das schaffen wir«, rufen die Kinder. Vor ihnen liegen dünnes Papier, Klebestifte und zwei kleine Holzblöcke als Sockel. Daraus soll nun eine Papierbrücke entstehen, die zwei Spielzeug-Autos tragen kann. In Zweier-Teams versuchen die Kinder, die Aufgabe zu lösen. Manche stapeln die Blätter, andere falten, rollen und kleben. Schnell entstehen einige Brückenvarianten, aber nicht alle bestehen den Stabilitätstest mit den Autos. Doch die Kinder lernen schnell, welche Konstruktionsweise am besten funktioniert. Am Ende fasst der vierjährige Daniel zusammen: »Die Brücke hält, weil das Papier in Längsrichtung gefaltet wurde, aber wenn es in der Breite gefaltet wird, trägt es das Gewicht der Autos nicht und bricht zusammen.«

Adolfsturm in Kartonbauweise

Die Vielseitigkeit und den Wert von Papier zu entdecken - das war das Ziel beim diesjährigen »Tag der kleinen Forscher« im reggioinspirierten Kinderhaus Wetterau. Diesmal lautete das Motto »Papier - Das fetzt!«. Der bundesweite Mitmachtag für gute und frühe Bildung in Naturwissenschaften und für nachhaltige Entwicklung stellte kürzlich die Bedeutung des forschenden Lernens in Kita, Hort und Grundschule in den Mittelpunkt.

In der Familiengruppe des Kinderhauses forschten die Zwei- bis Sechsjährigen nicht nur beim Brückenbau, sondern hatten auch beim Papier-Weitwurf großen Spaß. Beim Werfen mit verschiedenen Papierarten wurde der Frage nachgegangen, welches Papier zu Bällen geknüllt weiter oder besser flog.

Mit Papier lässt sich auch prima Musik machen; das stellten die Kinder der Familiengruppe in einer weiteren Aktion des »Tags der kleinen Forscher« fest. Musikalisch untermalt wurden Lieder wie das »Bambam Kinderlied« oder »Alle meine Entchen«.

Auch die Krippenkinder, also die unter Dreijährigen, wurden schon forschend tätig. Dabei ging es um folgende Aufgabe: Wie kann der Friedberger Adolfsturm aus Pack- und Eierkartons nachgebaut werden? »Wir hatten uns vorher ein Foto vom Adolfsturm angeschaut und dann gebaut. Wir benutzten eine kleine Leiter, der Turm wurde immer höher«, berichtet Erzieherin Lydia Kocour-Hauk.

Für jede Aktion mit Papier erhielten die Kinder einen Stempel in ihren Forscherpass. Und am Ende dieses papierreichen Kinderhaus-Tages konnten die Kinder ihren Eltern ihr Forscher-Diplom zeigen.

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