Wartbergschule: FDP für Neubau

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Friedberg (jw). Die FDP ist mit ihrem Antrag, einen Neubau für die Wartbergschule zu errichten, im Kreistag gescheitert (die WZ berichtete). Die Schule für mehrfach behinderte Kinder und Jugendlichen platzt aus allen Nähten. 2013 wurden 80 Schüler gezählt, Anfang 2020 waren es 115, mittelfristig rechnet der Wetter-aukreis mit bis zu 180 Kindern und Jugendlichen.

Der Antrag der Liberalen, einen Neubau der Förderschule zu planen, wurde von der schwarz-roten Kreistagsmehrheit abgelehnt. Manfred Jordis (CDU) betonte im Kreistag, der Wetteraukreis habe seit 2016 bereits über eine Million Euro in die Wetterauschule investiert. Für den FDP-Landtags- und Kreistagsabgeordneten Dr. h. c. Jörg-Uwe Hahn war dies »billige Polemik«: »Wenn ein CDU-Kreistagsabgeordneter argumentiert, dass ein Neubau einer Schule, die an Platzproblemen leidet, nicht nötig sei, weil in den vergangenen Jahren über eine Million Euro investiert worden sei, spricht dieser völlig an der Realität vorbei.« Die Platzproblematik sei durch diese »angeblich üppigen Investitionen« nicht gelöst worden, habe sich sogarnoch verschärft.

Um zu klären, inwiefern der Wetteraukreis wirklich in die Wartbergschule investiert hat, haben die Freien Demokraten nun eine Anfrage im Kreistag eingereicht. Gefragt wird nach konkreten Baumaßnahmen, aber auch danach, seit wann Landrat und Schuldezernent Jan Weckler (CDU) das Platzproblem an der Wartbergschule bekannt ist und warum es bisher nicht behoben wurde. Brandschutzvorgaben zu erfüllen, sei wichtig und richtig, die Platzproblemen würden durch solche Investitionen aber nicht behoben, schreibt FDP-Mann Hahn.

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