Gegenüber der Bundestagswahl 2017 hat die SPD die CDU nun als stärkste politische Kraft im Wahlkreis Wetterau I abgelöst.
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Gegenüber der Bundestagswahl 2017 hat die SPD die CDU nun als stärkste politische Kraft im Wahlkreis Wetterau I abgelöst.

Bundestagswahl

Bundestagswahl 2021 in der Wetterau: SPD legt zu, CDU mit deutlichen Verlusten

  • Christoph Agel
    VonChristoph Agel
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Das Bundestagswahl-Ergebnis im Wahlkreis 177 erinnert stark an die abendlichen deutschlandweiten Hochrechnungen. Die SPD hat zugelegt, die CDU muss deutliche Verluste hinnehmen.

Friedberg – Die SPD ist im Wahlkreis Wetterau I der klare Sieger, die CDU hat gegenüber der Bundestagswahl 2017 deutlich an Stimmenanteilen verloren. Dies sind die wesentlichsten Erkenntnisse nach der Auszählung von 226 der 226 Wahlbezirke am späten Sonntagabend.

Würde man die Balkendiagramme von der bundesweiten Hochrechnung und vom Ergebnis aus dem Wahlkreis Wetterau I übereinander legen, müsste man schon genau hinschauen, um die minimalen Unterschiede zu erkennen.

Bundestagswahl in der Wetterau: Florstadt als SPD-Hochburg

Demnach wurde die SPD auch in der hiesigen Region die stärkste Kraft, erreichte 26,2 Prozent und kam damit nach einem Absinken 2017 fast wieder an das Ergebnis von 2013 (damals 27,3 Prozent) heran. Für die CDU ging es weiter bergab: Lagen die Christdemokraten vor acht Jahren noch bei 40,9, waren es 2017 nur noch 32,0 Prozent. Aktuell liegt der Wert bei 23,6. Grüne und FDP haben im Wahlkreis 177 etwas besser abgeschnitten als im Bund, AfD und Linke etwas schlechter als ihre jeweiligen bundesweiten Ergebnisse.

Im Vergleich zwischen den Kommunen hat die SPD in Florstadt mit 32,82 Prozent ihr bestes und in Bad Vilbel mit 21,97 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis, die CDU schaffte in Rockenberg mit 29,78 Prozent ihr bestes Ergebnis, CDU-Schlusslicht ist Florstadt mit 19,61 Prozent.

Bundestagswahl in der Wetterau: In einigen Kommunen AfD vor Grünen und FDP

Es gibt einige Kommunen im hiesigen Wahlkreis, in denen die AfD mindestens vor der FDP oder den Grünen, wenn nicht sogar vor beiden Parteien liegt - so zumindest nach Auszählung von 221 Bezirken. Am deutlichsten wurde das in Nidda, wo die AfD - nach Auszählung aller 23 dortigen Bezirke - auf 13,72 Prozent kam, die FDP auf 11,84 und die Grünen auf 9,44 Prozent. Auch in Florstadt und in Ranstadt liegt jeweils die AfD sowohl vor den Grünen, als auch vor der FDP. Die Grünen haben in keiner Kommune des Wahlkreises 177 Platz zwei erreicht. In Bad Vilbel sind sie ganz knapp gescheitert, liegen um 0,67 Prozentpunkte hinter der SPD und damit auf Rang drei.

Die erste komplett durchgezählte Gemeinde am Sonntagabend war Wölfersheim. Um 20.34 Uhr stand dort fest: Die SPD hat mit 32,3 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen - vor der CDU mit 20,32 Prozent. Gegenüber der Wahl 2017 legte die SPD um rund zwei Prozentpunkte zu die CDU verlor fast sieben.

Nach 226 ausgezählten Wahlbezirken lagen die Freien Wähler (2,05 Prozent), die Satirepartei »Die PARTEI« (0,84), die Piraten (0,56) und auch die NPD (0,26) im völlig abgeschlagenen Bereich. Letztgenannte ist gegenüber der Bundestagswahl 2017 weiter abgerutscht, damals lag sie bei 0,6 Prozent. Die erstmals zur Bundestagswahl angetretene Partei »Die Basis«, die sich insbesondere gegen staatliche Corona-Maßnahmen wendet, schaffte 1,40 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag nach Auszählung von 226 Bezirken bei 78,54 Prozent.

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