koe_KulturnachtduoArchiv_4c
+
Rückblick auf die erste Kulturnacht: Das Duo Maurice ist damals im Theater Altes Hallenbad mit seiner Partnerakrobatik aufgetreten. ARCHIVFOTO: LOD

Vorsichtige Weichenstellung

  • vonRedaktion
    schließen

Friedberg (pm). Mit Vorsicht, Bedacht und voller Zuversicht planen die Verantwortlichen des Kulturrates wieder eine Kulturnacht. Doch nicht an einem Abend, sondern verteilt und mit einem der Pandemie angepassten Konzept. Die ersten Überlegungen sind gemacht, wie das Ganze aussehen könnte, erläutert Joachim Albert für die Projektgruppe.

Rund 2000 Besucherinnen und Besucher kamen 2019 zur ersten »Kulturnacht«.

Nachdem die Folgeveranstaltung im vergangenen Jahr - wie viele andere Kulturprojekte auch- - bedingt durch die aktuellen Umstände nicht stattfinden konnte, ist das Organisationsteam der Kulturnacht nun wieder aktiv im Hinblick auf die Planung 2021.

Dabei sei man sich in der gemeinsamen Videokonferenz, zu der sich das derzeit neunköpfige Team kürzlich traf, einig darüber gewesen, dass alle Schritte mit der erforderlichen Vorsicht und Bedacht zu gehen sind.

Bereits der erste Gedankenaustausch zum geplanten Projekt Ende des letzten Jahres habe zum gemeinsamen Konsens geführt, dass eine Kulturnacht, bei der alle Veranstaltungen konzentriert auf einen Abend stattfinden, so nicht realisierbar sei. Stattdessen einigte man sich darauf, im Zeitraum 1. bis 15. September täglich ein bis zwei kulturelle Beiträge zu präsentieren. Damit wolle man, gemäß einer der Zielsetzungen des Kulturrats, Friedberg erneut als Stadt präsentieren, in der ein vielfältiges und lebendiges Kulturangebot beheimatet ist.

Nachdem nun die Rückmeldungen in Hinblick auf die Teilnahme der im Kulturrat vertretenen Mitglieder für die Kulturtage im September vorliegen, gehe es in die nächste Phase der Vorbereitung. Hier werden die Kulturinstitutionen gebeten, sich Gedanken zu Form und Inhalt der jeweiligen Beiträge zu machen, sodass daraus ein Programm für den geplanten Zeitraum erstellt werden kann. »Aus den Rückläufen lässt sich bereits ablesen, dass die Bereitschaft zu einer breiten Teilnahme besteht und das zweiwöchige Zeitfenster gefüllt sein wird mit einer Vielzahl kultureller Beiträge für alle Zielgruppen, wobei natürlich auch Familien mit Kindern nicht zu kurz kommen werden«, erklärt Klaus Schumacher, einer der Sprecher des Kulturrats und Mitglied im Organisationsteam.

»Wir sind uns einig, dass alle Maßnahmen mit gut durchdachten Konzepten und immer im Hinblick auf die Sicherheit aller geplant und umgesetzt werden müssen«, äußerte sich Christine Böhmerl, Leiterin des Friedberger Kulturamts. »Und natürlich ist auch in diesem Jahr klar, dass sich die Stadt mit einigen Kulturveranstaltungen etwa im Bibliothekszentrum oder im Wetterau-Museum beteiligen wird«, sagte Böhmerl weiter.

Einig sei man sich in einem Punkt gewesen: Auch wenn aktuell nichts wirklich zu 100 Prozent planbar sei, so sei man in dem knapp zweistündigen Meeting kürzlich voller Zuversicht gewesen, dass sich in absehbarer Zeit wieder ein wenig mehr Normalität einstellen werde und man hierzu schon einmal - zumindest in kultureller Sicht- - vorsichtig die Weichen stellen wolle, meint Albert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare