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Ein Foto von cantus firmus aus dem Juni 2019: »So soll’s bald wieder werden«, sagen die Chormitglieder dazu. ARCHIVFOTO

Vorfreude und Pläne

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Wetteraukreis (pm). »Corona hat uns - wie allen Chören - einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht!« Dieser Satz stand über der Zoom-Mitgliederversammlung des Kammerchores Cantus Firmus Wetterau am 18. Juni, zu der der erste Vorsitzende Kristian Frank nach zwei Jahren eingeladen hatte. Es hatten sich weit über die Hälfte der aktiven Mitglieder eingewählt, sodass die Beschlussfähigkeit gegeben war.

Chorleiter Werner Ciba freute sich sichtlich, dass sich der Chor nach so langer Zeit wenigstens auf dem Bildschirm wieder sehen konnte, und ging in seinem Bericht ausführlich auf die Aktivitäten seit 2019 ein. In guter Erinnerung blieb die Teilnahme an der Nacht der Chöre in der Stadtkirche in Friedberg im Oktober 2019.

Wieder gemeinsam musizieren

Danach war trotz der guten Vorbereitung während der üblichen Proben und auf dem sommerlichen Chorwochenende eine Sonderprobe fällig, um das sehr anspruchsvolle Herbstprogramm zu »stemmen«. Dies enthielt u. a. zwei doppelchörige Motetten des polnischen Jósef Swieder, Bachs Motette »Fürchte dich nicht«, Mendelssohns Motette »Warum toben die Heiden« und als neue Einstudierung Johann Ludwig Bachs »Das ist meine Freude«. Die Konzerte fanden statt in der Marienkirche Bad Homburg, in der Basilika Ilbenstadt und in der Heilig-Geist-Kirche in Friedberg. Im Januar 2020 versuchte der Chor den Neustart mit der Aufnahme der Probenarbeit, die aber dann nach und nach eingestellt werden musste. Konzerte im Kloster Arnsburg und in der Schlosskirche Bad Homburg mussten abgesagt werden, auch das Chorwochenende im Juni 2020 konnte nicht organisiert werden. In der Weihnachtszeit konnten wenigstens Minigruppen zu je vier Sängerinnen und Sängern plus Chorleiter drei Gottesdienste in der Heilig-Geist-Kirche mitgestalten.

Dann ging es aber quasi weiter bergab: keine Proben, keine Konzerte 2021, kein Chorwochenende - alle haben in der Versammlung zu Ausdruck gebracht, wie sehr Corona sie belastet hat. Besonders das Musizieren in der Gemeinschaft mit den anderen haben alle schmerzlich vermisst. Kristian Frank dankte allen Aktiven, besonders Werner Ciba für seine unermüdlichen Einsatz, und auch seiner Frau Anne, die für die guten Stimmen sorgt.

Die Führung der Kasse war vorbildlich, was die Prüfer Angelika und Johannes Heinstadt bestätigten. Vorstand und Kassenwartin wurden einstimmig entlastet. Alle hoffen, dass die Corona-Lage es erlaubt, im September wieder mit den Proben zu beginnen. Fast euphorisch wurde von einigen vorgeschlagen, doch eine Chorreise für 2022 zu planen. Diese verlockende Aussicht wich jedoch der Einsicht, dass das Risiko (z. B. einer Reise im Bus) aus heutiger Sicht nicht einzuschätzen sei. Erst einmal sollen die Stimmen wieder auf Vordermann gebracht werden und der Schwerpunkt auf ein anspruchsvollen Konzert im heimischen Umfeld gelegt werden. Die Freude auf den Start im September war allen anzumerken.

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