laf_Bionik-Workshop_0106_4c
+
Informatiklehrer Martin Preuschen und sein Kurs betrachten eine Bewegungssimulation.

Von Robotern und Natur

  • VonRedaktion
    schließen

Friedberg (pm). Natur und Technik sind längst keine Gegensätze mehr: Unter dem Leitgedanken, biologische Systeme und Phänomene zu studieren und technisch nachzuahmen, arbeitet der Wissenschaftszweig der Bionik. In Zusammenarbeit mit dem »Technoseum«, dem Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, und mit finanzieller Unterstützung der Heinrich-Vetter-Stiftung hat an der Adolf-Reichwein-Schule in Friedberg kürzlich ein hybrider Workshop stattgefunden.

Dabei konnte eine ausgewählte Gruppe von Lernenden Beispiele jener Biotechnik kennenlernen.

Interaktive Museumsführung

Der Workshop bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil erlebten die Teilnehmer eine interaktive Museumsführung mit unterschiedlichen praxisorientierten Experimenten. So diskutierten sie ausführlich das Laufen von sechsbeinigen Robotern, die Stabilisierung durch Dreiecke am Beispiel von Stabschrecken und der Übergang zum zweibeinigen Laufen samt Schwerpunktverlagerung. Diese Prozesse konnten die Schüler durch Bewegungsexperimente am eigenen Körper nachvollziehen, die außerdem durch eine Videovorführung von »Nao«-Robotern in Echtzeit und den zweibeinigen Leichtbauweise-Roboter »Lola« veranschaulicht wurden. Besonders wurden die Ultraschall- und Infrarot-Sensoren bei Robotern und die Druckpunkte im eigenen Fuß unter die Lupe genommen, um die Vorbilder der Robotik in der Natur zu enttarnen.

Bau eines Finray-Greifers

Der zweite Teil des Workshops beinhaltete den Bau eines bionischen Greifers nach dem Vorbild einer Fischflosse, des »Finray«-Greifers. Mithilfe einer Vorlage konnte jeder Teilnehmer einen solchen Greifer nachbauen. Zuletzt versuchten Teams, mithilfe des selbst gebauten Greifers einen Gegenstand hochzuheben. Die Beispiele aus der Lebensmittelindustrie wie etwa das Verpackungsprinzip von Eiern schlossen den Kreis zwischen Naturbeobachtung und technischer Realisierung.

Die Informatiklehrkräfte der Adolf-Reichwein-Schule und die Schüler bedankten sich bei Dr. Anke Neuhaus vom Museum für die Organisation des spannenden Workshops und die Anregungen für den fachübergreifenden Informatik- und Biologieunterricht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare