Von Martin Luther bis Fritz Usinger

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Friedberg (pm). Der Friedberger Geschichtsverein startet mit vier Angeboten in seine Vortragssaison. Dr. Friedhelm Häring spricht am Donnerstag, 23. September, um 20 Uhr im Theater Altes Hallenbad unter dem Titel »Dank an Fritz Usinger. Von Logik zu Logos« über den Friedberger Kulturphilosophen, Essayisten, Dichter und Sammler. Als Nachtrag zu dessen 125.

Geburtstag werden Vertrauensverlust und Entfremdung, die durch zwei Weltkriege verstärkt wurden, als Ausgangspunkt für Usingers Aufbrüche in Neuland vorgestellt. Häring hat aus jahrelanger Bekanntheit mit dem Büchnerpreisträger einen engen Bezug zu dem Menschen Fritz Usinger und seinem Werk.

Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal stellt am Donnerstag, 7. Oktober, um 20 Uhr in der Aula der Augustinerschule die Altertumssammlung des Wetterau-Museums vor. Die Präsentation steht als Nachholtermin im Zusammenhang mit dem Jubiläum »100 Jahre Wetterau-Museum in der Haagstraße«. Die umfangreiche Sammlung, die nach Bezug des Neubaus der Augustinerschule am Goetheplatz vor 120 Jahren nicht zuletzt als Anschauungsmaterial für den Schulunterricht eingerichtet wurde, bildete mit ihren Objekten von hoher Qualität aus der Vor- und Frühgeschichte und der Römerzeit die Keimzelle des Wetterau-Museums und trägt auch heute wesentlich zu seiner Bedeutung bei.

Am Donnerstag, 18. November, hält Prof. Martin Hein (Kassel), ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, um 20 Uhr im Theater Altes Hallenbad einen Vortrag über »Luther in Worms. Ein folgenreiches Ereignis und seine heutige Bedeutung«. Im Mittelpunkt stehen die denkwürdigen Tage vor 500 Jahren mit der Ladung vor den Reichstag in Worms und Luthers Argumentation, die er auch in jenen Schreiben deutlich machte, die er bei seinem Aufenthalt in Friedberg vom 28. auf den 29. April auf den Weg brachte. Der Theologe wird der Frage nachgehen, ob und, wenn ja, wie dieses weit zurückliegende Geschehen für uns von Bedeutung ist.

Dr. Stefan Nawrath wird am Donnerstag, 2. Dezember, um 20 Uhr im Theater Altes Hallenbad ein aktuelles Thema aus naturgeschichtlicher Perspektive aufgreifen: »Die Geschichte des Kulturgraslandes in Friedberg«. Jahrtausenden der Steigerung der Naturvielfalt durch menschliches Handeln folgt seit den 1950er Jahren zunehmende Naturverödung. Die Ausprägung der Vegetation als Kulturgut wird thematisiert.

Der Geschichtsverein bittet um Anmeldung unter Telefon 0 60 31/9 32 86 oder per E-Mail an friedberger-geschichtsverein@gmx.de. Die Teilnahme ist nach den gültigen Corona-Regeln möglich.

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