»Volkskrankheit Allergien«

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Wetteraukreis (pm). Mit Allergien befassten sich die Wetterauer Grünen kürzlich in einem Online-Seminar.. Dr. Bettina Hoffmann sprach zum Thema »Allergien - Ein vernachlässigtes Krankheitsbild«. An der Diskussion beteiligen sich Ärzte, Fachkräfte und Betroffene aus der Region.

Allergien hätten, so die Expertin, den Rang einer »Volkskrankheit« erreicht. Heute seien 30 Prozent der Bevölkerung von Allergien wie Pollenallergien, allergischem Asthma, Lebensmittel- oder Kontaktallergien betroffen.

Gefährliche Ambrosia

Besonders bedenklich sei es, dass bei 100 Prozent der Kinder und Jugendlichen inzwischen Kontaktallergene im Urin gefunden worden seien. Viele dieser Kontaktallergene seien in Weichspüler, Duft- und Aromastoffen, Raumsprays sowie Körperpflegeprodukten zu finden.

Die Ärzte und Gesundheitsökonomen im Chat kritisieren, dass es zu wenige Fachärzte zu diesem Thema gäbe und die Kosten für eine erforderliche Behandlung größtenteils nicht von den Krankenkassen übernommen würden.

Im Chat werden ausführlich Verbesserungen im Gesundheitswesen, Einflüsse von Feinstaub auf die Allergieanfälligkeit und allergene, invasive Pflanzenarten diskutiert. Insbesondere die Ausbreitung von »Ambrosia« - bislang vorrangig in Süddeutschland und in Brandenburg zu finden - wird hier diskutiert. Ambrosia kann sich extrem schnell invasiv verbreiten und ist deutlich allergener als alle anderen Pollen in der Natur. Nähere Infos zum Ambrosia-Aktionsprogramm gibt es im Internet.

Nach Angaben des örtlichen Forstamtes sei Ambrosia im Wetteraukreis noch nicht sehr stark verbreitet; es sei aber wichtig, alle Initialvorkommen zu erfassen und sofort zu beseitigen. Daher fordern die Grünen die Bürger auf, die Verbreitung von Ambrosia aufmerksam zu beobachten. Die Veranstaltung wurde moderiert von Montgomery Wagner und vorbereitet von Gudrun Neher (beide Beisitzer bei den Grünen Wetterau.

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