Volksbank: Wieder 5,5 Prozent Dividende

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Wetteraukreis (pm). Zum zweiten Mal hat die Volksbank Mittelhessen die Vertreterversammlung online durchgeführt. Das höchste Organ der Genossenschaft vertritt die 201 580 Mitglieder. 412 Vertreter übten ihr Stimmrecht aus.

Die Volksbank ist im Jahr 2020 trotz der Pandemie kräftig gewachsen. Zum Stichtag summiert sich die Bilanz auf 9,2 Milliarden Euro nach 8,3 Milliarden im Jahr zuvor. Das Wachstum der Bilanz in Höhe von 10,8 Prozent werde getragen durch eine hohe Sparquote auf der Passivseite und eine große Kreditnachfrage auf der Aktivseite, teilt das Geldinstitut mit. Beides seien Auswirkungen der fortwährenden Niedrigzinspolitik und der Corona-Pandemie.

Der Kapitalbedarf der Unternehmen bleibt in der Krise hoch und wird 2021 vermutlich noch steigen. Ungebrochen ist auch der Immobilientrend. Die Folge ist ein kräftiges Wachstum des Kreditvolumens von 10,9 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Volksbank 1,6 Milliarden Euro neue Kredite vergeben, mehr als je zuvor. Die Kundeneinlagen sind um 8,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro gestiegen - angesichts der Unsicherheiten halten sich die Menschen beim Konsum zurück. Die Sparquote ist deutlich erhöht. Wenn Geld angelegt wird, dann meist in Wertpapiere.

Das bilanzierte Eigenkapital der Volksbank stieg in den vergangenen zwölf Monaten auf 882 Millionen Euro. Abzüglich der vorgesehenen Einstellung weiterer 10 Millionen Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie des Steueraufwandes verbleibt ein Überschuss von 33 Millionen Euro - nach 23 Millionen im Jahr zuvor. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen durch die Pandemie und den weiter ungünstigen Zinsumfeld sei der Vorstand mit diesem Ergebnis zufrieden, heißt es in der Pressemitteilung.

Rolf Witezek tritt in den Ruhestand

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Volksbank über 800 Spenden über insgesamt 1,5 Millionen Euro an Vereine und soziale Initiativen ausgezahlt. So wurden zahlreiche Projekte in den Bereichen Bildung, Sport, Wirtschaft, Kunst oder Kultur gefördert. Die Ausschüttung erfolgt im Rahmen von Förderwettbewerben.

Die Vertreter genehmigten den Jahresabschluss und entlasteten die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Sie stimmten außerdem dem gemeinsamen Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verwendung des Bilanzgewinnes sowie einer Dividende in Höhe von 5,5 Prozent zu.

Nach 46 erfolgreichen Berufsjahren wechselt der langjährige Vorstand Rolf Witezekder Volksbank in den Ruhestand. Aufsichtsrat und Vorstand nutzten die letzte gemeinsame Vertreterversammlung, um den gebürtigen Steinbacher mit herzlichen Worten und den besten Wünschen zu verabschieden. Niemand habe das Firmenkundengeschäft der Volksbank Mittelhessen so sehr geprägt wie Witezek, lobte Vorstandssprecher Dr. Peter Hanker. Unter seiner Führung habe sich die Bank zum wichtigsten Finanzier des regionalen Mittelstandes entwickelt. Witezek zeichnete unter anderem für die Gründung der Immobilien-Gesellschaft IMAXX verantwortlich.

Mit Ablauf der Wahlperiode schieden turnusgemäß die Herren Michael Koch, Holger Pfeiffer, Dr. Georg Renner und Thomas Schmidt aus dem Aufsichtsgremium aus. Alle stellten sich für eine Wiederwahl zur Verfügung und wurden durch die Vertreterversammlung für eine weitere Amtsperiode in das Gremium berufen. Auch Anton Bühlmeyer schied turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus. Nach über 30 Jahren im Aufsichtsrat trat er nicht erneut an. Bühlmeyer gehörte bereits dem Aufsichtsrat der Bad Nauheimer Volksbank an. Mit tiefer Sachkenntnis und großer Leidenschaft habe sich der Steuerberater für die Genossenschaft und die Region eingesetzt, so das Lob des Vorstands.

Zudem scheidet Michael Hahn als Mitglied der Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat durch den Eintritt in den Vorruhestand aus. Auf ihn folgt Martina Mulch-Leidich.

Der Jahresbericht der Volksbank Mittelhessen trägt den Titel »Mut und Zuversicht« und steht online unter www.vbmh.de/jahresbericht zur Verfügung.

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