Gleich werden die Päckchen im Zentrallager von Rewe abgeholt. Benita Sensen (Stiftung Kinderzukunft) und Timo Gruhn (Rewe-Group) sind dabei. FOTO: PM
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Gleich werden die Päckchen im Zentrallager von Rewe abgeholt. Benita Sensen (Stiftung Kinderzukunft) und Timo Gruhn (Rewe-Group) sind dabei. FOTO: PM

So viele Päckchen wie noch nie

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pm). Drei Wochen hatten die Ehrenamtlichen des Sachspendenprojekts "Projekt200Plus" in der Wetterau um Unterstützung geworben. Wie in den Vorjahren sollte die Aktion "Weihnachtspäckchen für Kinder in Not" der Stiftung Kinderzukunft unterstützt werden. Am Samstag war Annahmeschluss in den Sammelstellen. Nun steht auch die Zahl der Päckchen fest: Es waren so viel wie noch nie, nämlich über 2500.

Die Geschenke konnten in mehr als 40 Sammelstellen abgegeben werden. Auch deren Zahl wächst jährlich. "Noch nie ist jemand abgesprungen", sagt der Wölfersheimer Dennis Friesel, der die Initiative gegründet hat und für die Logistik verantwortlich ist. Besonders stolz ist er auf die neueste Sammelstelle, die gleich mit 24 Abgabeorten aufwarten konnte: Rewe.

Es war die Idee des Projektmitglieds Christian Kässmayer, die Rewe-Zentrale in Rosbach für die Aktion zu gewinnen. Die Begeisterung schwappte schnell auf zahlreiche Marktleiter über. "Die Zahl der Annahmestellen hatte sich durch diese Kooperation mehr als verdoppelt", sagt Friesel. Das merkte man auch am Ergebnis: 56 Rollcontainer standen am 1. Dezember im Rewe-Zentrallager zur Abholung durch die Stiftung Kinderzukunft bereit. Beladen waren sie mit über 2500 Weihnachtspäckchen, die nun auf den Weg zu Kindern in der Ukraine, in Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien gehen.

Beteiligt hatten sich ungezählte Wetterauer, darunter die Familie Slabsche aus Florstadt: Sie selbst steuerte 70 Päckchen bei und noch einmal fast 200 über ihre Shell-Tankstelle, die seit der ersten Stunde Sammelstelle des Projekts ist. Auch hatten sich wieder viele Schulen beteiligt, darunter der Montessori Campus in Friedberg und die Sandrosenschule in Rockenberg.

Auch Schulen machen mit

Am letzten Tag der Aktion hieß es für die Projektmitglieder, ihre Partner anzufahren, die Päckchen einzusammeln und bei den nächstgelegenen Rewe-Märkten zusammenzuführen. Von dort wurden sie ins Zentrallager des Unternehmens überführt. Andrea Rösner und Andrea Schumann unternahmen je mehrere Fahrten mit ihren Kombis. Gleich zwei Schulen fuhr die Butzbacherin Rösner an und freute sich über zahlreiche helfende Kinderhände. "Ich war überrascht, wie viele Päckchen bei den Geschäften, die für uns sammeln, zusammenkommen. Manchmal habe ich mich gewundert, wie noch Kunden in den Laden hineinkommen", sagt die Bad Nauheimerin Schumann, die dieses Jahr das erste Mal im Projekt mitarbeitet. Das ließ sich etwa gut bei der Bücherei Bleichenbach sehen, deren Schaufenster so mit Päckchen voll war, das kaum mehr ein Blick ins Innere möglich war.

Überrascht war auch Projekt-Teamer Andreas Arnold aus Friedberg: "Von einer Schule erfuhr ich, dass ein Rewe-Markt die Päckchen sogar abgeholt hatte. Das war mehr als vereinbart und hat mich völlig umgehauen." Auch Benita Sensen, zuständig für Marketing und PR bei der Stiftung Kinderzukunft und selbst Wetterauerin, ist glücklich. Sie durfte die Übergabe der vielen Päckchen in Hungen als einzige Betriebsfremde bezeugen. Auch Benedict Schandry (Rewe) lobte die Zusammenarbeit. "Im nächsten Jahr planen wir wieder zusammenzuarbeiten. Wir haben schon viele Ideen."

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