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Viele Besucher sind auf die Seewiese gekommen.

Riesenparty

Viele feiern beim Mensch-mach-mit-Festival in Friedberg

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Mehr als 1000 Menschen haben am Samstag in Friedberg die Verschiedenheit und das Miteinander gefeiert. Das Mensch-mach-mit-Festival lockte auf die Seewiese.

Aus dem Handicap-Festival ist das Mensch-mach-mit-Festival geworden. Doch nicht nur der Name für Hessens größtes inklusives Festival ist neu, sondern mit dem Wechsel vom zu engen Junity auf die Seewiese hat der Verein "Mensch mach mit" auch einen neuen Spielort gefunden. Weit über 1000 Menschen mit und ohne Behinderung feierten am Samstag ein fröhliches Fest.

"Das Wetter passt, alle sind begeistert", freute sich Cheforganisator und Mensch-mach-mit-Vorsitzender Klaus Schumacher, der zusammen mit Alexander Püschl durch das neunstündige Festival führte, das von dem blinden Musiker Oliver Möckel und seiner Band eröffnet wurde.

Musikalisch war für jeden Geschmack etwas dabei: Der Chor "Friedberger Nachtigallen" der Behindertenhilfe Wetterau, die Frankfurter Caritas-Band "Conny P." und die Musikgruppe "Hephaistos" der Wetterauer Lebenshilfe sangen und spielten Schlager, deutsche Klassiker und Partykracher. Für eine fetzige Mischung aus Rock, Punk und Ska sorgte die inklusive Band "Schebb" aus Nieder-Ramstadt. Das Wetzlarer Rock-Quartett "Granny Meat Stone Shit" beendete das Programm auf den Bühnen, auf denen es auch Tanz und Trommeln gab. Gefeiert wurde die Hip-Hop-Truppe der Tanzschule Wehrheim-Gierok, die anschließend zum Workshop einlud. Die Teilnehmer zeigten nach nur einer Stunde Training, was sie gelernt hatten. Gleiches galt für den Gesangsworkshop und die Trommler um Peter Mahla, die zusammen mit der Percussiongruppe "Hand to Hand" aus Langen auftraten.

140 ehrenamtliche Helfer

Viel Beifall gab es für den serbischen Volkstanz der SKC Offenbach und den klassischen Line Dance der Colorado Rancher. "Das ist ein sehr gelungenes Fest, das die Stadt gerne unterstützt", sagte Stadtrat Markus Fenske. "Unser Land lebt davon, dass Menschen so etwas ehrenamtlich machen". Und Cornelia Wenk, Koordinatorin von "Demokratie Leben Wetterau", forderte: "Inklusion heißt Menschen beteiligen und mitnehmen. Wir brauchen keinen Hass gegen Menschen, die anders sind und anders denken." Viel Lob gab es von den Rednern für Schumacher und die 140 ehrenamtlichen Helfer, die für einen reibungslosen Aufbau und Festivalverlauf sorgten.

Bunt war nicht nur das Bühnenprogramm: Ein Stelzenläufer und die Fantasy-Figuren, der Hanauer Kostümgruppe "Lawsman", die sich für unheilbar Kranke sowie behinderte und benachteiligte Kinder einsetzt, waren immer umlagert. Junge und Junggebliebene nutzten das Spiele-Angebot des Friedberger Spielemobils "Mobs". Eine kleine "Verkaufsmeile" mit Ständen etwa von Behinderteneinrichtungen gab es ebenso wie eine Tombola und Kinderschminken.

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