Mit viel Abstand und zum letzten Mal in diesem Jahr tagt der Seniorenbeirat der Stadt im Seniorenbegegnungszentrum. FOTO: PV
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Mit viel Abstand und zum letzten Mal in diesem Jahr tagt der Seniorenbeirat der Stadt im Seniorenbegegnungszentrum. FOTO: PV

"Viele Bushaltestellen nicht behindertengerecht"

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Damit sich nicht zu viele unbearbeitete Themen ansammeln, hatte Seniorenbeirat-Vorsitzende Friederun Hollender noch einmal in diesem Jahr zu einer Sitzung im Seniorenbegegnungszentrum eingeladen. Die letzte Sitzung davorfand noch vor Corona im Februar statt, damals in fast vollzähliger Besetzung. Unter Beachtung aller Hygiene- und Abstandsregeln sei man jetzt "immerhin beschlussfähig" gewesen, schreibt der Seniorenbeirat.

"51 von 92 Bushaltestellen in Friedberg sind in einem nicht behindertengerechten Zustand", sagte Helmut Diehl vom Vdk-Ortsverband in Friedberg. Dies habe er schon schriftlich in einer Aufstellung der Stadt mitgeteilt. Es gehe um die Bürgersteige zum Zu- und Aussteigen bei den Niederflurbussen sowie die Anbringung der Fahrpläne auch in rollstuhlgerechter Höhe. Über Letzteres sollten die Busbetriebe informiert werden. Auch sollte eine Information an die Busfahrer gehen, die Haltestellen so anzufahren, dass zwischen Bürgersteig und Buseinstieg keine große Lücke bestehe.

Zehn Jahre Bewegungspark

Von einem früheren Mitglied des Seniorenbeirates kam die Anfrage, ob das "Erzählcafé" wieder aufgenommen werden könnte. Dieses war ein Projekt der "Agenda 21 - Selbstbewusst älter werden in Friedberg". Zwischen 2001 bis 2011 wurden 40 Erzählcafés mit vielen interessanten Themen durchgeführt. Jetzt finden in einzelnen Stadtteilen wie Dorheim und Ossenheim in unregelmäßigen Abständen solche "Erinnerungsstunden" mit Film- und Bildmaterial "aus alten Zeiten" statt. Die Mitglieder des Seniorenbeirates finden die Idee nach eigenen Angaben zwar gut. Ob sich eine Gruppierung finde, das allerdings in die Tat umzusetzen, müsse sich zeigen.

Doris Grünbein informiert über die Tätigkeit des Café "Care" in der Corona-Zeit. Seit Ostern wurden in vier- bis sechswöchigen Abständen die Gäste des Café "Care" an der Haustür besucht. Dabei seien sie mit einem Brief sowie kleinen Präsenten überrascht worden. Weitere Besuche seien in der Vorbereitung. Auch die Altenclubs in der Kernstadt, Dorheim und Ossenheim planen, "Weihnachtsgeschenke" für die Mitglieder nach Hause zu bringen.

Vorsitzende Hollender berichtet über die Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Bewegungsparks in der Lutheranlage am 20. August 2020. Der Bewegungspark in der Lutheranlage wurde vor zehn Jahren durch engagierte Mitglieder des Seniorenbeirates und mithilfe von Sponsoren ins Leben gerufen. Die Geräte wurden durch die Stadt aufgestellt. Die ganze Anlage werde auch durch die Stadt gewartet. Im Rahmen des Jubiläums hat der Seniorenbeirat Sitzgelegenheiten und Getränke bereitgestellt, kleine Präsente in Form einer gebackenen Zehn, Bioäpfel und Fläschchen mit Handdesinfektionsmittel verteilt. Unter den anwesenden Vertretern der Stadt war auch Bürgermeister Dirk Antkowiak. Aus dem Kreis der Teilnehmer wurde die Bitte um mehr Bänke laut. Die Stadt hat zeitnah durch den städtischen Bauhof zwei zusätzliche Bänke aufstellen lassen.

Zum Abschluss informierte Hollender über die Einladung der Stadt an alle Friedberger Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren, an zwei Tagen in einer kleinen Gruppe das Wetterau-Museum "neu" kennenzulernen. Damit knüpfe die Stadt an die vier Burggartenführungen für Senioren im Spätsommer an, die guten Anklang gefunden hätten.

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