Viel Wind um den Winterstein

  • vonred Redaktion
    schließen

Friedberg(pm). Der Streit um Windräder auf dem Winterstein geht in die nächste Runde. Der UWG-Fraktionsvorsitzende Friedrich Wilhelm Durchdewald hatte Berechnungen über die Mengen an Beton und die Lkw-Transporte in den Wald angestellt. Diese Zahlen werden angezweifelt. Durchdewald glaube offenbar, "die Bevölkerung negativ beeinflussen zu können, indem er mit Gewichtsangaben für Beton und der Anzahl notwendiger Antransporte eine Verhinderungspolitik betreibt", schreiben Klaus Kissel, Hans-Dieter Wagner und Diethardt Stamm vom "Bündnis Windenergie Winterstein". Durchdewald verschweige dabei, dass die genannten "Tonnen und Lkw-Anfahrten bei jedem kleineren Baugebiet übertroffen werden und die UWG dafür mehrfach Zustimmung gegeben hat". Durchdewald sei auch der Meinung, die Betonlieferung werde mit einem Schlag über eine 36 Kilometer lange Fahrzeugschlange realisiert. Beim Hausbau würden aber auch nicht alle Laster mit den Bauprodukten an einem Tag anfahren. "Es regt sich kein Widerspruch, wenn z. B. Bad Nauheim berichtet, ein 17 Hektar großes Baugebiet erschlossen zu haben. Bei einem Landschaftsbedarf von vier Hektar für zehn Windräder ist das Geschrei groß, wobei noch die geringste Fläche davon versiegelt ist." Alleine durch solche Annahmen hätten sich "Durchdewald und seine UWG disqualifiziert".

Hinzu komme, dass sich der UWG-Sprecher nicht "mit moderner Technik in diesem Bereich auskennt". Längst würden beim Bau von Windrädern Fertigteilfundamente eingesetzt, mit denen sich der Anlagenbau logistisch, ökonomisch und ökologisch optimieren lasse. Damit einher gehe ein erheblicher Verzicht auf Bodenversiegelung genauso wie ein einfacher Rückbau nach Ablauf der Anlagenstandzeit.

Das Bündnis zweifelt Durchdewalds Rechnung an, geht von 70 Prozent weniger Beton und Transporten aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare