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Alle Verantwortlichen der Augustinerschule haben die Zeit genutzt, und sich für den Wechsel- und Distanzunterricht technisch fit gemacht.

Viel Lob für Distanzlernen an der Augustinerschule

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Friedberg (pm). Mit Lob überschüttet werden derzeit die Bediensteten der Augustinerschule in Sachen Distanzlernen. Das sei nicht selbstverständlich, meint die Schule, denn das Nachrichtenmagazin »Focus« stellte kürzlich die provokative Frage »Faule Säcke?« in Bezug auf Lehrkräfte.

Dass dies auf die Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums nicht zutreffe, scheine außer Frage zu stehen. Untermauert werde dies durch zahlreiche Zuschriften vieler Eltern, die die Schulleitung in den letzten Wochen erreicht hätten. Die Augustinerschule habe viele gute Lehrkräfte, die aktuelle Form des Unterrichts sei durchweg gut strukturiert, waren die Einschätzungen der Eltern.

Olaf Rieck, Schulelternbeirats-Vorsitzender an der ASF, der ebenfalls ein umfangreiches Feedback erhalten habe, fasst die positiven Aspekte aus Elternsicht zusammen: »Regelmäßigkeit, Verlässlichkeit, Struktur, Anwesenheitspflicht sowie ein Stundenplan, der voll durchgezogen wird.«

Besonders bemerkenswert sei für ihn, dass er »seit dieser Distanzphase null Beschwerden von Eltern« erhalten habe. Auch in den unteren Klassen, für die der Online-Unterricht eine größere Herausforderung darstelle, habe es »ausdrückliches Lob« gegeben. Dieses hohe Maß an Zufriedenheit habe dazu geführt, dass Rieck Anfragen von Eltern, deren Kinder andere Schulen besuchen, erhalten habe, warum es an der Augustinerschule so gut laufe.

Eltern werden entlastet

»Für die Elternschaft ist es sehr offensichtlich, dass die Schule die Zeit zwischen den beiden Lockdowns dazu genutzt hat, die Lehrer für den Einsatz von Videokonferenzplattformen fit zu machen. Als Resultat könne man sehen, dass diese jetzt flächendeckend und »wie selbstverständlich von den Lehrern eingesetzt werden.« Damit einher gehe »das außergewöhnliche Engagement der Lehrerschaft«, das Rieck hervorgehoben wissen möchte.

Laut einem anderen Elternteil habe die ASF »die Zeit über den Sommer genutzt, um die technische Infrastruktur zu verbessern« und so »das Online-Lernen für die Kinder viel besser zu gestalten.« Das konsequente Durchziehen der Videokonferenzen stelle auch für Eltern eine erhebliche Unterstützung beziehungsweise Entlastung dar.

Das alles zu hören, sei für die Schule sehr erfreulich, komme aber auf der anderen Seite nicht von ungefähr, da von den Lehrkräften sowohl ein erhöhtes Maß an Arbeitsaufwand als auch an Konzentration nötig sei, welches die Anforderungen für den gewiss ebenfalls nicht stressfreien Präsenzunterricht noch einmal übersteige.

Hinzukomme der Spagat zwischen Präsenz- und Onlineunterricht für viele Lehrerinnen und Lehrer, denn für den Abiturientenjahrgang gab es auch während des Lockdowns Unterricht vor Ort.

Seit einer Woche nun läuft der Wechselunterricht auch für die Jahrgänge 5 und 6. Der Präsenzunterricht für die Q4 verlange den Beteiligten ebenfalls viel ab, denn die Lerngruppen seien häufig in zwei benachbarten Räumen untergebracht - oder in sehr großen: So werden einige Kurse in der Aula beschult, was hygienetechnisch hervorragend sei, die Schülerinnen und Schüler aber ziemlich verloren wirken lasse.

Einige Eltern sehen den Onlineunterricht den Präsenzveranstaltungen gegenüber sogar im Vorteil, denn zu Hause seien die Schüler nicht so abgelenkt. Die überwiegende Mehrheit der Kommentare von Lehrern, Eltern und Schülern seien positiv: Trotz allen Lobes finden sich auch kritische Stimmen in der Schülerschaft, denn vielen seien sechs Stunden vor dem Computer doch ein wenig zu viel.

Ein Lichtblick sind die Sportstunden, die die Schüler in diesem Lockdown auch zu Hause körperlich motiviert haben: Kreative Ideen waren gefragt: So haben Kinder in der Unterstufe auf dem Rücken liegend mit ihren Füßen Klopapierrollen in einen auf der Brust stehenden Karton zu befördern.

Da es trotz aller positiver Aspekte während der Videokonferenzen gelegentlich zu Störungen kam schickte die Schulleitung Kollegen in die Klassen, um dort das richtige Verhalten während des virtuellen Unterrichts zu thematisieren. Dort seinen auch die an dieser Stelle zitierten Stimmen der Schüler gesammelt worden.

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