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Viel Liebe zum Detail

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Ulf Berger ist Vorsitzender der Werbegemeinschaft »Friedberg hat’s« und Inhaber des Traditionsgeschäfts »Lederwaren Steck« auf der Kaiserstraße. Nun wurde er zum »Filmstar«. Als Hauptdarsteller im HR-Film »Friedbergs Kaiserstraße - Shoppingmeile mit Tradition« bezeichnete Bürgermeister Dirk Antkowiak den Geschäftsmann bei der Vorpremiere am Sonntag auf der Ebene 5 des City-Parkdecks. Veranstalter waren »Friedberg hat’s«, Stadt und Stadtwerke.

75 Stühle waren aufgestellt worden. »Mit mehr Besuchern hatten wir nicht gerechnet«, erklärten Antkowiak und Berger. Gekommen waren fast 200 Interessenten, von denen sich der Großteil das 45-minütige Feature im Stehen ansah.

»Ich bin begeistert. Das schreit nach Wiederholung«, meinte Antkowiak. Berger könnte sich vorstellen, auch andere interessante Orte Friedbergs im Film zu präsentieren. Gekommen waren Filmemacherin Silke Klose-Klatte, Kamerafrau Katja Brinkmann und Cutterin Sabine Jeffers, die über den roten Teppich vor der Leinwand gingen.

Viel Lob für Filmemacher

»So viele Menschen hätte ich bei der Kälte in dieser schrägen Location nie erwartet, doch das ist typisch Friedberg«, meinte Klose-Klatte. Beim Gang durch die Stadt habe sie vieles erst auf den zweiten Blick entdeckt, sagte die Kunsthistorikerin, die sich bei den Protagonisten des Films für die »wunderbaren Geschichten« bedankte: »Mir ist bewusst geworden, dass die Kaiserstraße etwas ganz Besonderes ist.«

Ausführlich erläuterte Klose-Klatte die Arbeit, die in so einem Film steckt. Bevor sie mit »Film ab« den Startschuss für die Vorführung gab, überreichten Antkowiak und Berger Geschenke aus der »Friedberg-Kollektion« an das Team.

Gleich am Anfang des Films ist Ulf Berger zu sehen, wie er mit seinem Lastenrad über die Kaiserstraße radelt. Immer wieder taucht er im Verlauf des Features auf. Mal erklärt er, wie er Lederwaren repariert, mal erzählt er von geschlossenen Traditionsgeschäften, und beim Treffen von »Friedberg hat’s« in der »Dunkel« war er auch dabei.

Im Film kommen aber auch andere Einzelhändler und weitere Friedberger sowie Bürgermeister Antkowiak zu Wort. Mit viel Liebe zum Detail zeigt das Filmteam, dass sich ein Besuch der Kaiserstraße lohnt. Gezeigt werden Szenen von »Friedberg spielt« und eine Begehung der »Friedberger Unterwelt« sowie Bilder von der ersten Literaturtafel mit WZ-Redakteur Jürgen Wagner als Sänger und Autor.

Doch auch einige kritische Anmerkungen fehlten nicht. Das Schlusswort hat Ulf Berger, der die Kaiserstraße gar nicht so schlecht findet wie viele Friedberger: »Sie müsste nur etwas renoviert werden.« Viel Beifall signalisierte dem Filmteam große Zustimmung für ihr Werk. »Mein Herz ist aufgegangen. Der Film zeigt Friedberg, so wie ich es sehe«, meinte Influencerin Julia Miotke. »Schreiben Sie ›sensationell schön‹«, meinte ein Besucher im Vorbeigehen.

Der Film »Friedbergs Kaiserstraße - Erlebnismeile mit Tradition« läuft in der Reihe »Erlebnis Hessen« heute Abend um 20.15 Uhr im Hessischen Fernsehen.

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