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Liberaler Besuch im Golfpark-Restaurant (von links): Achim Güssgen-Ackva, Dr. Regina Bechstein-Walther, Dr. Jochen Meier, Simone Stand und Ralf Stang.

Verlässliche Perspektiven gefordert

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Friedberg (pm). Den Optimismus lassen sich Ralf und Simone Stang, Inhaber von Stangs Restaurant im Friedberger Golfclub, auch in der Pandemie nicht nehmen. »Wenn der April eine Lockerung für die Außengastronomie bringt und das Wetter gut ist, dann kann es wieder losgehen«, sagte er den Besuchern der FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, Dr.

Regina Bechstein-Walther, Dr. Jochen Meier und Achim Güssgen-Ackva. Die drei Liberalen nutzten die Möglichkeit eines Gesprächs, um sich über die aktuelle Lage zu informieren und von den Erwartungen des Ehepaars Stang zu hören.

Statt 120 Plätze auf der Terrasse könnte man 70 anbieten, »das wäre ein sehr guter Start«, so der Inhaber des Restaurants, das seit Monaten wie alle Lokale bundesweit geschlossen ist und derzeit lediglich einen Abhol- oder Auslieferungsdienst anbieten kann - was besser sei als nichts.

Die fünf festangestellten Mitarbeiter und die sieben Aushilfen halten dem Betrieb auch weiterhin die Treue, das sei von besonderer Wichtigkeit für den hoffentlich baldigen Neustart. »Alle kennen sich aus, da muss man nichts erklären«, sagt Simone Stang.

Die Stangs bleiben zuversichtlich, trotzdem das Geschäft extrem stark zurückgegangen ist. Das betrifft das Tagesgeschäft und vor allem die Sonderveranstaltungen, in erster Linie die Hochzeiten, für die das Restaurant immer ein besonderes Ambiente bietet.

Finanzhilfen sind keine Geschenke

Jammern wollen die Stangs nicht. Die Soforthilfe im Frühjahr 2020 nach dem ersten Lockdown war nach acht Wochen da, die im Herbst 2020 zugesagten Hilfen kommen in Raten. »Was hier gerne vergessen wird, sind zwei Dinge«, erklärt Dr. Jochen Meier. »Zum einen sind die Hilfen keine Geschenke sondern Kredite, zum anderen sind die eingehenden Gelder zu versteuern. Das wird in der Öffentlichkeit nicht groß thematisiert und führt zu Missverständnissen und falschen Rückschlüssen. Man bekommt etwa zwei Fünftel des Ausfalls ersetzt.« »Wir haben uns an alles gehalten, was seit dem Beginn der Pandemie an Auflagen kam«, berichtet Ralf Stang. »Geschlossen wurden wir wie alle anderen gastronomischen Betriebe dennoch. Was wir jetzt dringend brauchen sind keine weiteren Verbote, sondern klare und verlässliche Perspektiven, die aus Berlin und Wiesbaden aufgezeigt werden müssen. Das betrifft ja nicht allein uns, sondern alle Gewerbebetriebe.«

Die Liberalen ließen sich schildern, welche Maßnahmen zum Beispiel im Lokal selbst ergriffen worden sind. Trennwände zwischen allen Tischen wurden errichtet, Aerosolgeräte gekauft, natürlich auch große Mengen an Desinfektionsmitteln und weitere Artikel. »Diese Dinge haben eine hohe finanzielle Anstrengung erfordert. Gleichzeitig hat sich nicht erwiesen, dass sich beispielsweise Lokale als Hot-Spots für die Verbreitung des Virus herausgestellt hätten«, so Dr. Regina Bechstein-Walther.

Im Restaurant wird trotz der Schließung viel gearbeitet. Das betrifft die Küche, die täglich zwei Schichten zu vier Stunden arbeitet. Im Inneren wird derzeit renoviert, damit alles tiptop ist, wenn es wieder losgehen soll. Der Außenbereich wird ebenfalls hergerichtet und soll glänzen, wenn die ersten Gäste wiederkommen dürfen.

Güssgen-Ackva hielt fest, »dass die lokalen Verwaltungsebenen in Stadt und Landkreis sehr gut, schnell und effektiv arbeiten und auf alle Änderungen ohne große Verzögerungen reagieren.

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