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Die Ur-Besetzung der Stage Band mit (v.li.) Peter Steib, Thomas Eifert und Horst Weber. (Foto: Loni Schuchardt)

Benefizkonzert

"Verdammt geile Zeitreise": Stage Band feiert Jubiläum

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  • Harald Schuchardt
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Vor 33 Jahren gründete Horst Weber die Stage Band. Grund genug, das "Jubiläum" mit ehemaligen Bandmitgliedern am Samstag auf der Teichhausterrasse zu feiern.

"Wir haben das 30-Jährige verpennt, das holen wir jetzt nach", sagte Weber, der im Laufe der Jahre mit mehr als zwei Dutzend Musikern Rock und Blues spielte. Aber nicht nur die Band-Urgesteine waren gekommen. Musiker und Fans aus der ganzen Wetterau wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen. "Dass Ihr alle gekommen seid, das ist unglaublich", meinte Weber mit Blick auf die proppenvollen Terrasse.

Viele Besucher verfolgten stehend das vierstündige Programm, durch das Andreas Arnold und Elke Klefisch führten. Mehr als nur "Vorprogramm" war der Auftritt von "Coer du Bois". Mit drei Akkustikgitarren und Kontrabass spielte das Quartett exzellenten Gipsy-Jazz im Stil von Django Reinhardt.

Am Schlagzeug begleitete Thomas Eifert das Quartett, der erste Schlagzeuger der Stage Band. Es war genau die richtige Musik für eine laue Sommernacht und eine hochkarätige Einstimmung auf einen Abend, den wohl niemand so schnell vergessen wird.

Mit ihrem ersten Song "Every Day I have the Blues" gab die Stage Band in der aktuellen Besetzung mit Weber, Keyboarder Robby Hildmann, Bassist Angus Foxley und Drummer Peter Sauer das Motto des Abends vor. Doch die vier blieben nicht lange alleine. Schon beim Auftaktsong begeisterte Rolf Armbrust mit einem Blues-Harp-Solo.

Die beiden Saxofonisten Ron Faust und Heinz Lang brillierten ebenso wie Percussionist Lior Kiesel. "Ich liebe solche Sessions, nur braucht man dazu die richtigen Orte", sagte Weber. Wie die Teichhausterrasse. Oder das Theater Altes Hallenbad in Friedberg, für das sich Weber vielfältig engagiert. So geht der Eintritt ohne Abzug an den Hallenbadverein, dessen Mitglieder in großer Zahl gekommen waren.

In der Pause sammelte Nachwuchszauberer Sören Pohl aus Oberursel Spenden. Zuvor hatte der Zweitplatzierte der Deutschen Jugendmeisterschaften in der Sparte "Allgemeine Magie" in einer kleinen Zaubershow unter anderem einen Zehn-Euro-Schein in einen Hunderter verwandelt. "Das mache ich mit jedem Zehner, den ihr spendet", verkündete Pohl.

Noch einmal die Urbesetzung Mit akustischem Blues sorgte das Duo Abby-Moe (Gitarre, Gesang) und Andy Gorham (Piano) für ruhige Töne, bevor dann noch einmal die Urbesetzung der Stage-Band mit Weber, Eifert und Peter Steib (Bass und Gesang) die Bühne rockte. Dazu gesellte sich Sängerin Karin Johnson mit ihrer ausgeprägten Rockröhre sowie Bassist Chris Cantow und Schlagzeuger Michael Reuter.

Bei der ständig wechselnden Besetzung mischten auch die beiden Saxofonisten kräftig mit. Die Besucher tanzten, swingten und konnten nach Einbruch der Dunkelheit die Bandgeschichte mit Fotos und Zeitungsausschnitten auf einer Leinwand verfolgen. Der Abend endete mit dem Auftritt von einem Dutzend Musikern, die gemeinsam noch einmal "Every Day I have the Blues" und eine stürmisch verlangte Zugabe spielten. "Das war eine verdammt geile Zeitreise durch 33 Jahre Stage Band", schloss Moderator Andreas Arnold den Abend. Stimmt.

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