Ein Bild, das mittlerweile zum Alltag gehört: Auf dem Gehweg liegt eine Einmal-Maske, die offenbar verloren wurde. Wohin damit? Da Masken mit Keimen belastet sein können, gehören sie in den Restmüll und werden verbrannt.		FOTO: WAGNER
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Ein Bild, das mittlerweile zum Alltag gehört: Auf dem Gehweg liegt eine Einmal-Maske, die offenbar verloren wurde. Wohin damit? FOTO: WAGNER

Vorsicht vor Keimen!

Wetterauer Abfallwirtschaftsbetrieb: So entsorgen Sie ihre Einmal-Maske richtig

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Corona-Masken sind ein notwendiges Übel. Sie sollen die Verbreitung des Virus verlangsamen. Jetzt liegen sie überall auf den Straßen herum. Wohin mit den gebrauchten Masken?

  • Zur Zeit sieht man sie überall: Masken zum Schutz vor einer Corona-Erkrankung.
  • Doch wie entsorgt man gebrauchte Einweg-Masken richtig?
  • Der Abfallwirtschaftsbetrieb Wetterau rät, sie in den Restmüll zu werfen damit sie verbrannt werden können.

Corona hält die Welt in Atem, die Infektionszahlen in Deutschland bewegen sich weiter auf einem sehr hohen Niveau. Das kann man auch am Straßenbild ablesen: Auf Gehwegen, in Parks oder in Büschen liegen weggeworfene oder verlorene Schutzmasken. »Wohin damit?«, fragt eine Leserin. »Darf man gebrauchte Masken in den Hausmüll werfen?« Und wäre es nicht sinnvoller, fragt die Leserin, die Städte und Gemeinden würden externe Behälter für gebrauchte Masken aufstellen?

Abfallwirtschaftsbetrieb Wetterau: Masken gehören in den Restmüll

Wie Dr. Jürgen Roth, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Wetterau sagt, ist das Problem der Entsorgung alter Masken noch nicht beim AWB aufgetaucht. »Die Masken gehören in die Restmülltonne«, erläutert Roth. Sie würden nicht separat gesammelt. Dies sei allenfalls dann der Fall, wenn Abfälle in einem Infektionshaushalt entstehen. Dann empfehle man, die Masken oder auch gebrauchte Einweghandschuhe in einer separaten Tüte in den Restmüll zu geben. Roth: »Der Wetterauer Restmüll wird in der Sammelanlage in Echzell zerkleinert und von dort in die Verbrennung gegeben.« Dabei werden anhaftende Keime abgetötet.

Auch das Problem, dass Masken auf der Straße »entsorgt« werden, wurde noch nicht an den AWB herangetragen. Das ist wohl eher ein Problem der Kommunen und deren Bauhof-Mitarbeiter. Ob die weggeworfenen Masken auch mit Keimen belastet sind, steht dabei nicht unbedingt fest. Mitglieder von Infektionshaushalten (deren Masken die Keime tragen) halten sich planmäßig in der Quarantäne auf, in der eigenen Wohnung, gehen eher weniger spazieren.

Abfallwirtschaftsbetrieb Wetterau: Masken nicht ohne Schutz anfassen

Es gibt aber keine Sicherheit, dass eine auf dem Gehweg liegende Maske unbedenklich aufgehoben werden kann. Roth rät davon ab: »Man sollte vermeiden, das Material zu berühren und immer Handschuhe tragen oder ein Taschentuch zur Hilfe nehmen.« Also: Auch wenn sich die einfachen Einmal-Masken anfühlen wie Papier, habe sie im Papiermüll nichts zu suchen. Auch die Gelbe Tonne ist für sie tabu. Der Verpackungsmüll wird sortiert und recycelt. Restmüll wird verbrannt.

Einmal-Masken gehören in den Restmüll. Das gilt genauso für FFP2-Masken. Diese Filterpartikelmasken sind eigentlich für Pflegekräfte oder Ärzte gedacht, wenn sie infizierte Patienten behandeln. Man atmet dabei über einen Filter, der größere Partikel wie die Tröpfchen, die die Viren enthalten, aus der Atemluft entfernt. Ihre Schutzfunktion ist genormt, sie müssen bei Tests 95 Prozent aller Partikel abfiltern, um in den Verkauf gehen zu dürfen.

Alltagsmasken aus Stoff bieten weniger Schutz, sie müssen auch keiner Norm entsprechen und variieren stark in ihrer Filterleistung. Stoffmasken verursachen nach der Verwendung die wenigsten Probleme: Man kocht sie einfach fünf Minuten in einem Topf aus, lässt sie trocknen und bügelt sie vielleicht noch auf, bevor sie wieder verwendet werden können.

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