bk_har_Urlaub_Radweg_2_2_4c
+
Start der Radtour durch die Friedberger Stadtteile: Führer Norbert Mischke und die fünf Jahre alte Sophia übernehmen die Spitzenposition.

Autos unerwünscht

»Urlaub in Friedberg«: Ungestört über Kaiserstraße radeln

  • VonHarald Schuchardt
    schließen

Endlich einmal ungestört über die Kaiserstraße in Friedberg radeln, ganz ohne den sonst störenden Autoverkehr - dieser Wunsch wurde am Sonntag wahr. Die Reaktion war positiv.

Im Rahmen von »Friedberg macht Urlaub«, der Gemeinschaftsaktion von Stadt und der Aktionsgemeinschaft Friedberg hat’s, war der Einkaufsboulevard ab 11 Uhr gesperrt, dazu öffneten eine Stunde später die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag, und zahlreiche Aktionen lockten viele Besucher in die Stadt.

»Es ist richtig viel Bewegung in der Stadt und viel Platz dazu«, meinte Theresa Völker am frühen Nachmittag. Auf der Straße nutzten Familien das Angebot, um mit ihren Kindern über die Straße zu radeln. Die fünf Strandabschnitte entwickelten sich zu Hotspots. Hier konnten es sich die Besucher in den Liegestühlen bequem machen, während die Kinder im Sand spielten, so wie der fünf Jahre alte Charlie am Strand vor Betten-Decher, wo sogar ein Bett auf die Besucher wartete.

Ein Ritt auf der Postkuh

Derweil konnten Kinder beim Strand vor der Buchhandlung Bindernagel Bilder mit der »Postkuh Lieselotte« ausmalen oder auf der beliebten Kuh aus den gleichnamigen Bilderbüchern reiten. »Ich kenne die Postkuh«, sagte die fünf Jahre alte Greta, die sichtlich Spaß am Ritt hatte. Ebenfalls fünf Jahre alt ist Sophia, die mit Mama Kerstin Schütz und ihren Großeltern Elke und Friedel Puth in den beiden Strandkörben vor der Parfümerie Lisa saß und Flammkuchen genoss. »Wir sind aus Hungen mit dem Rad hergefahren. Das ist eine tolle Aktion«, meinte Friedel Puth.

Gut gestärkt begab sich das Quartett zum Infomobil der Touristik-Region Wetterau am Elvis-Presley-Platz, dem Treffpunkt für die von Norbert Mischke geführte Radtour durch alle Friedberger Stadtteile. Allerdings stieg Sophia mit ihrer Mama in Ockstadt aus, einige andere Teilnehmer beendeten die Tour vorzeitig, was angesichts der Hitze nicht verwunderte. Mit 27 Kilometern war die Radtour fast doppelt so lang, wie vorher angekündigt. »Die Gruppe zog sich weit auseinander, aber es hat Spaß gemacht«, berichtete Teilnehmerin Anna-Elena Lang in einer WhatsApp.

Spaß hatten auch die Besucher, die auf dem Elvis-Platz in die Pedale traten, um so zahlreiche Rennwagen auf einer Rennbahn vorwärts zu bewegen. Nicht weit entfernt davon befand sich der Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), dessen Angebot, sein Fahrrad mit der bekannten FEIN-Codierung registrieren zu lassen, sehr gut angenommen wurde.

Codieraktion sehr gefragt

»FEIN-Chef-Codierer« Hans-Jürgen Kubitz kam ganz schön ins Schwitzen. »Es hat sich herumgesprochen, dass die Codierung hilft, Fahrräder nach einem Diebstahl zuzuordnen. Die Räder, vor allem die E- Bikes, werden ja immer teurer«, sagte Kubitz, während er das Rad von Brigitte Paschen mit einem Code versah. »Ich finde das Angebot toll«, meinte die Neu-Bad-Nauheimerin, die mit ihrem Rad in die Nachbarstadt gekommen war.

Wie schnell man mit dem Fahrrad sein kann, konnten die Besucher am Radarstand testen. Die aufgebaute »Radarfalle« maß die Geschwindigkeit, Knöllchen wurden aber keine verteilt. Ein Hingucker war der große Hessen-Schriftzug vor dem Burgtor, eine Initiative des Landes zum 75-jährigen Bestehen Hessens. Unzählige Bilder wurden dort geknipst.

Am Nachmittag füllte sich das Areal zusehends, auch in den Geschäften und an den zahlreichen Ständen herrschte reger Betrieb. Wer wollte, der konnte sich einen kubanischen Drink mixen lassen und dabei Zigarrenmacher Oskar bei der Herstellung der Zigarren zuschauen.

Das zusätzliche lukullische Angebot wurde durchweg sehr gut angenommen, etwa spanische Tapas, hessischer Caipi, leckere Steaks oder Crêpes. Schließlich vermittelte Sängerin Patrizia Rosini mit vielen italienischen Hits zusätzliches Urlaubsfeeling mitten in der Stadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare