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Ausflugsziel: In die Keltenwelt am Glauberg zieht es viele Tagestouristen. Aber nicht nur ins Museum. Auch Wanderungen auf dem Berg sind beliebt.

Urlaub in der Wetterau

  • Sabrina Dämon
    VonSabrina Dämon
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Wetteraukreis (sda). Urlaub vor der eigenen Haustür - durch Corona haben sich viele dafür entschieden und Urlaub in Deutschland gemacht. Auch in der Wetterau? Zum Welttourismustag berichtet Cornelia Dörr, die Geschäftsführerin der Tourismus-Region Wetterau, von Tagestouristen, den Städten mit den meisten Übernachtungsgästen und dem Wohnmobil-Aufschwung im Wetteraukreis.

Übernachtungen: »Die meisten Übernachtungen hat eindeutig Bad Nauheim«, sagt Cornelia Dörr. Aber: Wegen Corona ist die Zahl 2020 um 29 Prozent gesunken - auf insgesamt 509 341 Übernachtungen. Platz zwei hat in der Wetterau Bad Vilbel. Dörr sagt: »Das wird sich künftig noch entwickeln mit der neuen Therme und der Eröffnung des Dorint-Hotels am 1. November.«

Das Statistische Landesamt in Wiesbaden erfasst die Anzahl der Übernachtungen, der Ankünfte und der Schlafmöglichkeiten in allen Wetterauer Kommunen. Die aktuellste Statistik stammt aus dem Juli dieses Jahres. Demnach gibt es 104 Betriebe mit insgesamt 6147 Übernachtungsmöglichkeiten im gesamten Kreisgebiet. Im Juli sind im Wetteraukreis insgesamt 79 600 Übernachtungen registriert worden. Die meisten davon in Bad Nauheim (45 900, verteilt auf 29 Betriebe), gefolgt von Gedern (10 200).

Dauer: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Touristen im Wetteraukreis lag im Juli 2021 bei 4,4 Tagen. Am längsten sind die Bad-Nauheim-Touristen geblieben (im Schnitt 7,6 Tage), gefolgt von denen, die in Nidda gewesen sind (7,2 Tage).

Camper: »Seit Corona hat die Zahl der Wohnmobil- und Wohnwagentouristen zugenommen«, sagt Dörr. Die meisten Gäste zieht es auf den Campingplatz in Gedern am See. Darüber hinaus gibt es aber zahlreiche Stellplätze, insgesamt an 30 Standorten im Kreisgebiet. Büdingen sei bei Campern sehr beliebt, ebenso Echzell. Im Schnitt, sagt Dörr, bleiben die Camping-Touristen zwei bis drei Tage in der Wetterau. Teilweise kommen die Camper aus dem Umfeld. Kürzlich, erzählt Dörr, hatte sie Kontakt mit einem Ockstädter, der in Ortenberg Urlaub gemacht hat. Der Anreise-Radius der Camper liege im Durchschnitt im Bereich von zwei Autostunden.

Tagestouristen: Die meisten Tagestouristen besuchen die Keltenwelt auf dem Glauberg. Jährlich (allerdings vor Corona), sagt Dörr, kommen rund 45 000 Besucher in die Ausstellung. »Die gleiche Anzahl der Besucher nutzt den Glauberg für Wanderungen und Spaziergänge, bietet er doch einen einzigartigen Blick in die Landschaft und bis zur Skyline nach Frankfurt.«

Im Hessen-Vergleich: Durch Corona und dem damit einhergehenden Lockdown sind die Übernachtungszahlen überall gesunken. Im hessischen Vergleich steht die Wetterau allerdings besser da als andere Landkreise: Zwar lag die Zahl der Gäste in den hessischen Beherbergungsbetrieben im Jahr 2020, dem ersten »Corona-Jahr«, mit 6,9 Millionen um 57 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, in der Wetterau mussten die Beherbergungsbetriebe allerdings »nur« Einbußen von 33 Prozent hinnehmen. Das berichtet das Statistische Landesamt. Die stärksten Rückgänge bei den Übernachtungszahlen mussten die Betriebe in Frankfurt (minus 62 Prozent) hinnehmen.

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