Mit den Hunden am Strand? An sich eine prima Sache. Allerdings ist das in vielen Urlaubsgebieten zumindest in der Hauptsaison nicht oder nur eingeschränkt erlaubt - und unangeleint schon mal gar nicht gerne gesehen.
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Mit den Hunden am Strand? An sich eine prima Sache. Allerdings ist das in vielen Urlaubsgebieten zumindest in der Hauptsaison nicht oder nur eingeschränkt erlaubt - und unangeleint schon mal gar nicht gerne gesehen.

Tierische Begleiter

Urlaub mit Hund und Katze? Das ist bei Haustieren in den Ferien zu beachten

  • vonRedaktion
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Trotz der Corona-Pandemie beginnt auch in Hessen die Urlaubssaison. Wenn die Familie verreisen will, stellt sich wieder einmal die Frage: Was tun mit den tierischen Hausgenossen?

Wer sein Haustier mit in den Urlaub nehmen möchte, muss einiges beachten. Auf der einen Seite im Sinne des Tieres, auf der anderen Seite gibt es im In- und Ausland Regelungen, die bei der Planung beachtet werden sollten.

Katzen und Kleintiere aller Art wie zum Beispiel Meerschweinchen, Kaninchen oder auch Vögel sind in der Regel zu Hause am besten aufgehoben, wenn sie in ihrer gewohnten Umgebung von einer zuverlässigen Person liebevoll umsorgt werden können.

Bei den Katzen ist dabei auch Zeit für persönliche Zuwendung wichtig, schnelles Hinstellen des Futters und Reinigung der Toiletten genügt da nicht, persönliche Ansprache und Streicheleinheiten sind auch gefragt. Bei Freigängerkatzen kann es sogar vorkommen, dass sich die Katze trotz gefüllter Näpfe nach einem anderen Zuhause umschaut, auf der Suche nach gewohnter menschlicher Gesellschaft. Dann kann durchaus eine gute Katzenpension die bessere Alternative sein. Einzelne Katzen verreisen auch mit ihren Haltern, dies stellt aber im Gegensatz zu Hunden doch eher die Ausnahme dar.

Hunde genießen sowohl einen Urlaub auf Balkonien, wenn mehr Zeit für ausgedehnte Spaziergänge und gemeinsame Mußestunden ist, als auch die gemeinsame Reise an ein schönes Urlaubsziel. Berg, See oder Meer ist den Vierbeinern weniger wichtig als ein geeignetes Urlaubsklima. Sehr heiße Destinationen sind für Hunde wenig empfehlenswert, insbesondere wenn es sich um Vertreter der sogenannten Kurznasen wie Mops, französische Bulldogge oder ähnliche Rassen handelt. Leider existieren in den Mittelmeerländern auch andere für Hunde gefährliche Krankheitserreger, sodass die Mitnahme dorthin sehr gut überlegt sein will. Eher nördliche Länder und Aufenthalte in Deutschland sind diesbezüglich wesentlich geeigneter. Bei der Wahl des Domizils gilt es vorher unbedingt anzufragen, ob das fellige Familienmitglied ebenfalls willkommen ist, was zum Glück häufig der Fall ist.

Ferienwohnungen und Häuser sind meist eine perfekte Lösung, ebenso der immer beliebtere Wohnwagen oder das Wohnmobil. Allerdings hat jeder Campingplatz seine eigenen Regeln, bis hin zur mitunter zentimetergenauen Definition der zulässigen Größe des Hundes, und mitunter sind Vierbeiner überhaupt nicht erlaubt.

Gerade in der sommerlichen Hochsaison gelten auch an vielen Stränden strenge Auflagen. So werden Hunde häufig nur an dafür vorgesehenen Hundestränden geduldet und dies mitunter auch nur angeleint. Auf Sylt zum Beispiel wird dies auch streng kontrolliert und bei Verstößen sehr teuer geahndet.

Für eine Reise ins Ausland muss der Hund zur Identifizierung einen Mikrochip haben, einen EU-Impfpass und eine gültige Tollwutimpfung. Darüber hinaus haben viele Länder noch Sonderregeln, die es zwingend zu beachten gilt. So gelten in Dänemark zum Beispiel sehr strenge Auflagen. In der Hauptsaison vom 1. April bis 30. September müssen Hunde am Strand angeleint werden, im Wald müssen Hunde dort ganzjährig an der Leine bleiben, daran sollte man sich auch unbedingt halten.

Zum Ausgleich gibt es sogenannte Hundestrände und Hundewälder, wo kein Leinenzwang herrscht. Auch in den meisten dänischen Restaurants werden nur Blindenhunde geduldet, seit 2010 dürfen Hunde, die festgelegten 13 Rassen angehören, überhaupt nicht einreisen.

Andere Länder, andere Sitten, deshalb ist eine Information darüber, ob das vermeintliche Traumland auch wirklich eines ist, unerlässlich, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. Dann können es schöne Hundetage werden, Hundstage hingegen bekommen wir so oder so - das ist die Bezeichnung für die heißesten Tage des Sommers vom 23. Juli bis zum 23. August. Cornelia Renczes

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