Klaudia und Norbert Decher bepflanzen ihr Hochbeet im Friedberger Burggarten mit Kräutern, Süßkartoffeln und Mangold.
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Klaudia und Norbert Decher bepflanzen ihr Hochbeet im Friedberger Burggarten mit Kräutern, Süßkartoffeln und Mangold.

Burggarten

Urban Gardening Friedberg: 16 Pflanzpaten stehen parat

  • vonHarald Schuchardt
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Es gibt wieder Urban Gardening im Burggarten und auf dem Elvis-Platz in Friedberg. Die Aktion geht ins sechste Jahr; diesmal sind 16 Pflanzpaten mit dabei.

Am vergangenen Wochenende sollte im Rahmen des Frühlingsfestes eigentlich der offizielle Startschuss zur sechsten Auflage der Aktion »Friedberg zum Anbeißen« fallen, dem Urban Gardening im Burggarten und auf dem Elvis-Presley-Platz. Mit dem Fest wird es wegen der geltenden Corona-Einschränkungen nichts, doch die Aktion mit 16 Pflanzpaten findet wie geplant statt. Sigrid Bartsch vom Kulturservice zeichnet einmal mehr in der Stadtverwaltung für die Hochbeet-Aktion verantwortlich, die Betreuung der Paten liegt in den bewährten Händen von Jutta Himmighofen.

Urban-Gardening Friedberg: Modifizierte Auflage  

Die beiden »Macherinnen« haben die sechste Auflage des Urban Gardening »coronagerecht« modifiziert. Wurden in den vergangenen Jahren die von den Paten gewünschten Pflanzen für die Hochbeete zentral beschafft, so lag diese Aufgabe in diesem Jahr in den Händen der Pflanzpaten, die jeweils 40 Euro für den Einkauf erhielten.

»Wir wollten damit verhindern, dass alle gleichzeitig pflanzen und dann möglicherweise die Abstandsregeln nicht eingehalten werden«, erläutert Himmighofen. Bartsch ergänzt: »Wir wollten zur Eröffnung auf keinen Fall eine Veranstaltungsatmosphäre aufkommen lassen.«

Nachdem die biozertifizierte Erde von den Mitarbeitern des Baubetriebshofs in die Hochbeete gefüllt worden war, begannen die Paten mit dem Bepflanzen ihrer Beete. Mit einer Ausnahme handelt es sich um »Wiederholungstäter«. Etwa Familie Rentschler, die auf dem Burggelände wohnt. »Die konnten es gar nicht abwarten und hätten am liebsten schon vor zwei Wochen angefangen«, berichtet Bartsch.

Urban-Gardening Friedberg: NABU-Gruppe macht mit 

Neu dabei ist die Kindergruppe des NABU-Ortsverbands Friedberg. »Der Kontakt mit dem NABU entstand beim Anlegen der Streuobstwiese unterhalb der Seewiesenpromenade«, sagt Himmighofen. Die NABU-Gruppe setze unter anderem bienenfreundliche Pflanzen und habe daher einen Standort neben dem Beet der Dorheimer Imkerfamilie Ruppel erhalten, die in den nächsten Tagen wieder einen Schaukasten mit einem Bienenvolk aufstellen werde. »Die Bienen waren im letzten Jahr ein echter Anziehungspunkt, vor allem für Familien mit Kindern«, erinnert sich Himmighofen.

Mit dabei sind auch wieder Klaudia und Norbert Decher. Die Inhaber des gleichnamigen Bettenhauses bepflanzen erneut ein eigens angeschafftes antikes Bettgestell mit Kräutern sowie erstmals mit Süßkartoffeln und Mangold.

Zwei Hochbeete wurden wieder auf dem Elvis-Presley-Platz aufgebaut. Eines wird von Dr. Kerstin Podszus und ihrem Team der Mohren-Apotheke betreut. »Ich habe zusammen mit unserer Auszubildenden heute Giersch, Brennnessel, Zitronenmelisse und andere Kräuter gepflanzt«, erzählt Apothekerin Beate Ruppert, die nach eigener Aussage auch als Kräuterfrau tätig ist.

Urban-Gardening Friedberg: Kräutersalz mörsern

Ruppert: »Wir wollen Leben um das Beet herum und Aktionen durchführen, wenn wir irgendwann dürfen. Dann vor Ort, wenn nicht online.« Unter anderem soll aus den geernteten Kräutern zusammen mit Meersalz Kräutersalz gemörsert werden.

Was mit Kräutern noch so machbar ist, zeigte Ruppert beim Pressegespräch: Sie kredenzte eine auf Apfelsaftbasis angesetzte »Unkraut-Limonade« mit vielen Kräutern. Bleibt zu hoffen, dass die Beete von Unkraut und Schädlingen verschont bleiben.

Urban-Gardening Friedberg: Die Hochbeet-Paten

Die Paten im Burggarten sind Betten Decher, Leistungskurs Biologie des Burggymnasiums Friedberg, die Kindergruppe des NABU Friedberg, Diakonisches Werk Wetterau, Familie Rentschler, Imkerfamilie Ruppel, Brigitte Bernhardt, Sabine und Bernd Ulrich, Kirsten van Riesen, Lederwaren Steck, Lothar Glinka und Walburga Glinka-Rack, Michael Bender und Verena Berlich, Pegasus Spiele und die Werbegemeinschaft »Friedberg hat’s«. Auf dem Elvis-Presley-Platz werden die Hochbeete vom Blumenhaus Koch und der Apotheke zum Mohren betreut.

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