Die Pilger starten an der Komturkirche im Geistlichen Zentrum der Johanniter in Nieder-Weisel. Von dort geht es auf einem Teilstück des Lutherwegs zum Kloster Arnsburg bei Lich. FOTO: ALH
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Die Pilger starten an der Komturkirche im Geistlichen Zentrum der Johanniter in Nieder-Weisel. Von dort geht es auf einem Teilstück des Lutherwegs zum Kloster Arnsburg bei Lich. FOTO: ALH

Unterwegs auf dem Lutherweg

Wetteraukreis(alh). Pünktlich zum Start der Pilgertour auf dem Lutherweg fiel kein Regentropfen mehr rund um die Komturkirche in Nieder-Weisel. 16 Pilger und eine Hündin waren ins Geistliche Zentrum der Johanniter gekommen, um sich auf den rund 15 Kilometer langen Weg von Nieder-Weisel zum Kloster Arnsburg bei Lich zu machen, einem Teilstück des Lutherwegs.

Zu dem Pilgertag eingeladen hatte das Geistliche Zentrum der Johanniter Nieder-Weisel, Pfarrer Jörg Fröhlich leitete die Tour. An der Komturkirche begrüßte er die Teilnehmer, die aus ganz unterschiedlichen Orten - von Siegen im Norden bis Bensheim im Süden - angereist waren. "Ein Stück Lutherweg liegt vor uns, wir pilgern, wir beten mit den Füßen", sagte Fröhlich bei seiner Begrüßung. "Wir sind unterwegs mit uns, mit Gott, mitten in seiner Schöpfung. Bei herbstlichem Wetter genießen wir es, draußen unterwegs zu sein, erleben Weite, werden frei."

Showdown der Macht

Die Gruppe ließ sich bei ihrer Tour von einem Vers aus den Sprüchen Salomos leiten: "Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein lenkt seinen Schritt." (16, 9) Dabei wanderten die Gedanken 500 Jahre zurück in den Herbst 1520, als Martin Luther bereits ahnt, dass sich die Dinge zuspitzen würden. Die Frontstellung zur etablierten Kirche hatte sich verhärtet, mehrere theologische Streitgespräche brachten keine Annäherung, ein Showdown der Macht drohte. Sein politischer Landesherr Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen, immerhin stand zu ihm. Am wichtigsten aber war Luther, dass er sich voll und ganz von seinem höchsten Herrn, Jesus Christus, getragen fühlte: "Luther versteht sich als heller Menschenkopf, der aber nichts wäre, wenn er nicht wäre, Gott: Er geht unsere Wege mit, und er lenkt die Schritte", sagte Fröhlich.

Auf dem Weg zum Kloster Arnsburg zeigte das geschwungene L mit der 1521 drunter, das typische Zeichen aller Lutherwege in Deutschland, den Pilgern den Weg.

Infos zu weiteren Veranstaltungen: www.geistliches- zentrum-johanniter.de

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