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Lucia Puttrich

Unterstützung für Laschet

  • vonOliver Potengowski
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Wetteraukreis (sax). Armin Laschet oder Markus Söder? Die Entscheidung darüber naht, welchem Kanzlerkandidaten die CDU zutraut, in die Fußstapfen von Angela Merkel zu treten. Für den bayerischen Ministerpräsidenten Söder sprechen seine Umfragewerte und sein Image als Macher. In der Region kann sich aber Armin Laschet der Unterstützung wohl sicher sein.

Auch wenn sich niemand offen gegen Söder ausspricht, versichern CDU-Vertreter, Laschet, an dem seine Sachlichkeit geschätzt wird, zu unterstützen.

»Am Wichtigsten ist, dass die CDU eine breite Basis hat für einen Kandidaten«, betont beispielsweise die Kreisvorsitzende, Lucia Puttrich. Der Bundesvorstand habe sich am Montag geschlossen hinter Laschet gestellt. Damit habe die CDU einen guten Kandidaten mit den entsprechenden Fähigkeiten. »Er hat gezeigt, dass er mit der FDP mit einer Stimme Mehrheit regieren kann«, stellt Puttrich fest. Deshalb gebe es mit einem Kanzlerkandidaten Laschet auch andere Koalitionsoptionen als Schwarz-Grün.

Für Armin Häuser, der im Westkreis als Direktkandidat für den Bundestag antritt, hat die K-Frage auch eine noch direktere Bedeutung als für die meisten anderen Mitglieder. Aus den Rückmeldungen der Bürger schließt er, dass die CDU im Wahlkampf mit einem Kandidaten Söder mehr Rückenwind hätte. Doch auch mit Laschet, der ein sehr guter Ministerpräsident und Kanzlerkandidat sei, habe die CDU sehr gute Chancen. Dieser müsste sich allerdings in dem halben Jahr bis zur Bundestagswahl den Schwung erarbeiten, den ihm Söder noch voraus hat.

Dass mit Franz-Josef Strauß und Edmund Stoiber beide Kanzlerkandidaten der CSU, die sich bisher zur Wahl gestellt hatten, gescheitert sind, wertet Häuser nicht als schlechtes Vorzeichen. »Aller guten Dinge sind drei«, lacht er. »Warum soll es mit Markus Söder nicht auch mal einen erfolgreichen CSU-Kanzlerkandidaten geben?« Seine eigene Kandidatur werde er jedenfalls nicht von der Entscheidung abhängig machen. »egal wer es wird, ich werde für ihn Wahlkampf machen.«

Dass die Diskussionen um die Kanzlerkandidatur bald ein Ende haben wird, erwartet Häuser mit Ungeduld. »Für mich ist eines vor allem wichtig, dass es endlich mal entschieden wird. Von der stärksten Fraktion im Bundestag kann man erwarten, dass sie endlich mal ihr Personal klärt.« Fragt man den Büdinger Stadtverbandsvorsitzenden Jonathan König, wen er sich als Kandidat wünschen würde, antwortet er spontan: »Ralph Brinkhaus«. Er lobt den Arbeitsstil des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag. »Man merkt bei Laschet und Söder, dass die Sachlichkeit hinter der eigenen Profilierung zurücksteht.« Brinkhaus arbeite dagegen sachlich und lösungsorientiert, »so ähnlich wie wir hier im Wetteraukreis und Büdingen«. Auch damit könne man sich profilieren. König lobt Brinkhaus’« guten Draht zur Parteibasis. Von den beiden, zwischen denen die Kanzlerkandidatur tatsächlich entschieden wird, sieht er jedoch für Söder bessere Chancen. Dennoch rechnet er mit Laschet als Spitzenkandidat. »Das wird sich die CDU nicht nehmen lassen.« FOTOS: ARCHIV

Armin Häuser

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