Für Achim Güssgen-Ackva ist es ein Ärgernis, wenn einfach ein Karton abgestellt wird. Falls das Regal in der Telefonzelle voll sei, dann müsse man seine Bücher eben wieder mit nach Hause nehmen, sagt der FDP-Politiker.	FOTOS: PM
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Für Achim Güssgen-Ackva ist es ein Ärgernis, wenn einfach ein Karton abgestellt wird. Falls das Regal in der Telefonzelle voll sei, dann müsse man seine Bücher eben wieder mit nach Hause nehmen, sagt der FDP-Politiker. FOTOS: PM

Unmut wegen vermüllter Bücherzelle

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Friedberg (pm). »Offenbar nutzt der eine oder andere die durch Corona verursachte Zwangspause zu Hause zum Ausmisten. Dabei sollte allerdings eins bedacht werden: Die Bücherzelle am Europaplatz ist kein Abladeplatz für Altpapier und Hausmüll. Außerdem muss auch auf Sauberkeit und ein wenig Ordnung geachtet werden.« Achim Güssgen-Ackva, FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament, macht in einer Pressemitteilung auf das Thema aufmerksam. Er hatte sowohl am Sonntag als auch am Montag feststellen müssen, dass sich die Bücherzelle aktuell in schlechtem Zustand befindet. »Die Fraktion der FDP hat die Pflege und Säuberung des Buchumtauschplatzes übernommen, und wir machen das sehr gerne. Vor allem der ehrenamtliche Stadtrat Siegfried Köppl ist hier sehr aktiv. Wir müssen aber feststellen, dass es gerade in den letzten Tagen immer wieder zu Auswüchsen gekommen ist«, beklagt Güssgen-Ackva.

Spiel ausgekippt, Spiegel abgestellt

Er appelliert an die Nutzer, dass einige Regeln zu beachten seien. »Wenn die Regale voll sind, dann sind sie voll, dann muss man seine Sachen einfach wieder mitnehmen und später noch einmal kommen.« Keinesfalls solle man einfach einen Karton auf den Boden abstellen. Das rege nur dazu an, dass Müll dort hineingeworfen werde. »Es gibt dabei auch besonders ›kluge‹ Zeitgenossen, die einfach zu faul sind, um die Bücher ordentlich ins Regal einzusetzen, und meinen, dass es mit dem Abstellen der Kiste getan sei.«

Einige Bücher sind sogar im Mülleimer gelandet.

Besonders ärgerlich sei auch, dass es Leute gebe, die für eigene Sachen Platz schaffen würden, indem sie einige Bücher einfach in den nahe gelegenen Müllbehälter werfen würden. »Oder sie werfen Dinge in den Müll, die sie für uninteressant halten«, sagt Güssgen-Ackva. Beides sei so aber nicht vorgesehen. Es gebe immer wieder Zeiten mit größerem Angebot und dann auch wieder Zeiten, in denen das Angebot mager sei. Bislang hat sich das laut Güssgen-Ackva immer ganz gut eingespielt - ohne besondere Probleme.

Wie der FDP-Politiker berichtete, habe er am Sonntag einen Karton mit Altpapier abtransportiert. »Darunter waren völlig abgegriffene und gefledderte Illustrierte.« Am Montag habe es ihn besonders geärgert, dass neben schon wieder abgelegtem Altpapier ein Scrabble-Spiel »von irgendeinem Vollpfosten ausgekippt worden ist.« Auch die uralten VHS-Kassetten seien »wohl kaum als eine Spende anzusehen, sondern sind eher ein billiger Versuch, Altmüll auf einfache Weise zu entsorgen.« Letztens habe er beispielsweise einen alten Wandspiegel in der Zelle entdeckt.

Notfalls die Zelle einige Zeit schließen

Wenn sich die Situation nicht bessere, will Güssgen-Ackva der Verwaltung vorschlagen, die Zelle solange zu schließen, bis alle Läden etc. wieder öffnen dürften. Auch wenn das die Falschen treffe, »nämlich diejenigen, die gerne lesen und sich kostenlos Bücher besorgen können«. Er hoffe, dass es nicht so weit kommen müsse, und appelliert an die Mitbürger, sich disziplinierter zu verhalten. »Aber bei manchen schlägt Corona offenbar doch aufs Hirn.«

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