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Umgehungsgegner fordern zu Einwänden auf

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Friedberg (ütz). Die Bürgerinitiative gegen die Teilortsumgehung Friedberg-Fauerbach hat angesichts des vom Regierungspräsidium Darmstadt eingeleiteten Anhörungsverfahrens dazu aufgefordert, sich gegen dieses Bauvorhaben auszusprechen. Wie die WZ berichtete, liegen die Pläne ab dem kommenden Montag, 1. März, bei der Stadtverwaltung zur Einsichtnahme aus.

Friedberg (ütz). Die Bürgerinitiative gegen die Teilortsumgehung Friedberg-Fauerbach hat angesichts des vom Regierungspräsidium Darmstadt eingeleiteten Anhörungsverfahrens dazu aufgefordert, sich gegen dieses Bauvorhaben auszusprechen. Wie die WZ berichtete, liegen die Pläne ab dem kommenden Montag, 1. März, bei der Stadtverwaltung zur Einsichtnahme aus. Der Pressesprecher der BI, Ralf Siegmund, weist darauf hin, dass Einwohner ihre Einwände im Rahmen der Auslegung vorbringen können.

Zu viele gute Gründe sprächen gegen die Wiederaufnahme der »längst überholten Planung«, so Siegmund. Die Umsetzung würde die Steuerzahler mehr als 5 Millionen Euro kosten. Durch den Bau der neuen B 3 habe sich der Verkehrsfluss in der Dorheimer Straße in Fauerbach bereits stark verringert. Die Ortsumgehung Dorheim werde die Verkehrsbelastung dort weiter reduzieren. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Schotten berechne eine Verkehrsbelastung für die Dorheimer Straße von 6600 Fahrzeugen pro Tag, wovon 1800 Verkehrsbewegungen Anliegerverkehr seien. Das bedeute, dass die Teilortsumgehung für rund 4800 Fahrzeugbewegungen gebaut würde. Siegmund: »Das ist im Vergleich aller hessischen Planungen die geringste Verkehrsbelastung und wird das größte Verkehrsproblem Fauerbachs, die Belastung auf der Haupt- und Fauerbacher Straße mit über 16 000 Fahrzeugen pro Tag nicht lösen.

« Vielmehr werde sich die Schallbelastung in der Fauerbacher- und Fritz-Reuter-Straße teilweise sogar erhöhen, wie die offiziellen Berechnungen zeigten.

Wie Siegmund erläutert, sehe die Planung vor, dass der bis zu 100 km/h schnelle Verkehr über eine mehr als vier Meter hohe Usa-Brücke geführt wird, an die sich eine auf mehrere hundert Meter stark erhöhte Straßenführung anschließe. Die sich ergebenden Belastungen mit Lärm und Emissionen zerstörten das Naherholungsgebiet Usa-Auen weiträumig. Die Straße hätte massive Auswirkungen auf dort lebende geschützte Tiere wie die Zauneidechse, den Eisvogel und verschiedene Fledermausarten. Das Vorhaben stelle einen erheblichen Eingriff in eine intakte Umwelt dar und sei auch aus diesem Grund nicht zu rechtfertigen. Wie das Naherholungsgebiet in Fauerbach dann aussähe, lasse sich bereits jetzt durch die B 3-USA-Überführung zwischen Friedberg und Bad Nauheim erahnen.

Siegmund weist darauf hin, dass sich der Seite , ein vorformuliertes Einwandschreiben der BI befindet, das mit Namen und Unterschrift versehen bis zum 14. April 2010 beim RP Darmstadt eingegangen sein müsse.

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