Informationsaustausvch (v. l.): Joachim Ossau, Dr. Markus Schmidt, Siegfried Köppl, Roland Kostial, Achim Güssgen-Ackva, Dr. Jochen Meier und Helge Müller.		FOTO: PV
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Informationsaustausvch (v. l.): Joachim Ossau, Dr. Markus Schmidt, Siegfried Köppl, Roland Kostial, Achim Güssgen-Ackva, Dr. Jochen Meier und Helge Müller. FOTO: PV

»Überzeugendes Konzept«

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Friedberg (jw/pm). Der Bauverein »Eigner Herd ist Goldes wert« baut am Steinernen Kreuz 20 Wohnungen. Die FDP hatte im Stadtparlament Kritik geäußert, jetzt besuchten Mitglieder den »Eignen Herd«. Vorstandsvorsitzender Roland Kostial und Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Ossau erläuterten ihr Bauvorhaben, Fraktionsvorsitzender Achim Güssgen-Ackva lobte das »durchaus überzeugende Konzept«.

Als der Grundstücksverkauf am Steinernen Kreuz im Stadtparlament diskutiert wurde, kritisierten FDP-Redner, dass dort zunächst eine Grundstücksvermarktung zu marktüblichen Preisen vorgesehen war, die Frage des subventionierten Wohnungsbaus politisch jedoch erst nachträglich aufgeworfen wurde. Die Käufer, die ihre Grundstücke zu einem erheblich höheren Preis erworben hatten, erfuhren erst nachträglich davon. »Wir haben uns nicht grundsätzlich gegen eine soziale Durchmischung des Gebiets ausgesprochen«, betont stellvertretender FDP-Vorsitzender Dr. Markus Schmidt. »Wir haben aber kritisiert, dass diese auch anders als durch die Bezuschussung sozialer Bauträger hätte erreicht werden können.«

20 Wohnungen für mittlere Einkommen

Ossau und Kostial betonten, die 20 Wohnungen am Steinern Kreuzweg seien für Bezieher mittlerer Einkommen gedacht, die am freien Wohnungsmarkt nicht zum Zuge kämen. Der Bauverein werde dafür 20 Wohnungen an anderen Orten in die Sozialbindung nehmen, gestreut über die ganze Stadt.

»Das ist ein durchaus überzeugendes Konzept, das eine sinnvolle soziale Durchmischung fördert«, sagte Achim Güssgen-Ackva. »Und es freut mich, dass der Bauverein ausschließlich mit regional ansässigen Handwerkern zusammenarbeitet. Das ist gut für unsere Region und schont den Geldbeutel aller Beteiligten.«

Aufgrund stetig steigender Anforderungen sei die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum kaum noch finanzierbar, sagte Kostial. »Ohne Balkon und Tageslichtbad erfüllt eine Wohnung nicht die Anforderungen einer Sozialwohnung. Diese Ausstattungen sind für Mieten von teils weniger als fünf Euro pro Quadratmeter nur schwer realisierbar.« Dr. Jochen Meier bedauerte, die Friedberger Verwaltung habe es nicht ermöglicht, dass der Bauverein sein Konzept in den Ausschüssen erläuterte. »Das ist ein Versäumnis des Magistrats, das sich bei künftigen Vorhaben nicht wiederholen darf.«

Helge Müller forderte mehr Flexibilität bei den Planungen, etwa bei der Stellplatzverordnung. Viel Fläche gehe für geforderte Parkplätze verloren. Zu den Geschosshöhen sagte Müller: »Ein drittes Geschoß macht den Bau deutlich günstiger und unterstützt das Anliegen, leistungsbereiten Schichten der Gesellschaft, die dennoch keine hohen Einkommen erzielen, gutes Wohnen zu ermöglichen.«

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