Wolfgang Wagner bei einer Schäfereiexkursion. FOTO: PRW
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Wolfgang Wagner bei einer Schäfereiexkursion. FOTO: PRW

Trauer um Wolfgang Wagner

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(prw). Der Wetteraukreis, viele Naturschützer und die Dorfgemeinschaft Unter-Widdersheim trauern um Wolfgang Wagner. Der Diplom-Biologe war am 23. Juli in der Schwäbischen Alb bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen.

Wagner, 1964 in Hungen geboren, hatte sich 1991 als Gutachter und Planer selbstständig gemacht. 2002 gründete er das Büro "PlanWerk" in Unter-Widdersheim. Seine Expertise brachte er beruflich und ehrenamtlich auf vielen Ebenen ein. Beispielsweise war er für die Botanische Vereinigung für Naturschutz in Hessen, den NABU und die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz ein steter Botschafter für die Natur. Als Auftragnehmer für das Land, Regierungspräsidien und den Wetteraukreis war Wagner regelmäßig Ansprechpartner in vielen Projekten.

Nicht wegzudenken waren seine Beiträge zum LIFE-Projekt "Wetterauer Hutungen", da er der Fachmann für die Pflanzenwelt der Magerrasen war. Wagner war selbst Halter einer kleinen Schafherde am heimischen Klappersberg. Seit 2005 war Wagner Mitglied des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde.

Wagner verstand es mit seiner freundlichen und ausgleichenden Art, Menschen mitzunehmen und für "seine" Themen zu begeistern. Auch kulturhistorische Güter fanden seine Zuwendung: In seiner Heimatstadt Hungen sanierte er das älteste Haus der Stadt und erhielt dafür 2014 den Hessischen Denkmalschutzpreis. In Unter-Widdersheim machte er aus einem alten Gehöft ein Schmuckstück. Wagner setzte als Vorsitzender des Arbeitskreises der Dorferneuerung wesentliche Akzente.

"Wolfgang Wagner wird dem Wetteraukreis als Anwalt für die Natur und als einer der besten Kenner der heimischen Pflanzenwelt sehr fehlen", betonen Landrat Jan Weckler und Kreisbeigeordneter Matthias Walther.

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