Lothar Müller
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Trauer in Friedberg um Lothar Müller

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Friedberg (pm). Trauer herrscht in Friedberg und über die Stadt hinaus: Im Alter von nur 58 Jahren ist der ehemalige Stadtbrandinspektor Lothar Müller am 24. November verstorben. Mehr als 40 Jahre lang hatte er sich in der Einsatzabteilung der Friedberger Feuerwehr engagiert, davon neun Jahre als Stadtbrandinspektor.

Müller wurde in Friedberg geboren und blieb seiner Heimat treu. Am 1. September 1979 startete seine Ausbildung bei der Stadt Friedberg, und fast zeitgleich begann sein ehrenamtliches Wirken für die Friedberger Wehr.

Am 1. Juni 2001 wurde ihm die Stelle eines Sachbearbeiters im Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung übertragen, wo er dann bereits für den Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Friedberger Feuerwehren verantwortlich zeichnete.

Dieser Plan und die Aufgaben des örtlichen Brand-, Katastrophen- und Zivilschutzes begleiteten ihn sein ganzes Berufsleben, wie auch die Erarbeitung von Sicherheitsstandards. Müller schrieb für die Stadt die ersten Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen.

Die Stadt habe mit Lothar Müller einen Spezialisten gehabt, der diese Herausforderung mit Bravour gemeistert habe, schreibt die Stadt Friedberg in ihrem Nachruf. Im Dienste der Stadt habe Müller 2004 sein 25-jähriges und 2019 sein 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Bis zu seinem plötzlichen Tod sei er ein allzeit engagierter Leiter der Abteilung »Örtlicher Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz« gewesen.

Im Einsatz immer bei den Ersten

Sein Einsatz für die Feuerwehr sei herausragend gewesen. Fast täglich sahen ihn viele Kollegen, wie er aus seinem Büro im Rathaus losflitzte, wenn Alarm ausgelöst wurde. Er war auch noch bis kurz vor seiner Erkrankung einer der Ersten, die vor Ort im Feuerwehrgerätehaus eintrafen.

Im Nachruf der Stadt heißt es weiter: »Lothar Müller war über Jahrzehnte ein überaus zuverlässiger, einsatzbereiter, tüchtiger und guter Mitarbeiter. Ehrenbürger Michael Keller bezeichnete ihn einmal als Juwel in der Verwaltung.«

Zu Beginn seiner Tätigkeit wurde Müller bald Jugendwart bei der Jugendfeuerwehr, und er verpflichtete sich für zehn Jahre bei der Feuerwehr. In dieser Zeit gewann er gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Antkowiak in England eine Rettungsmedaille in Bronze. Ein Ereignis, das beide verband und weiterhin verbinden wird.

»Müller eignete sich durch seine lebenslange Tätigkeit ein umfangreiches praktisches und theoretisches Fachwissen weit über den Brandschutz hinaus an«, heißt es im Nachruf der Stadt. »Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit Lothar Müller einen Kollegen und Freund verloren, der seine Arbeit immer kompetent, mit ganzem Herzen und vor allem im Sinne der Feuerwehr und somit der Stadt Friedberg (Hessen) geleistet hat.«

1991 bis 2000 an der Feuerwehr-Spitze

Müller sei ein ausgesprochener Glücksfall für die Friedberger Wehr gewesen. Von 1991 bis 2000 engagierte er sich ehrenamtlich als Stadtbrandinspektor, bereits von 1989 bis 1992 hatte er sich als stellvertretender Wehrführer in außergewöhnlicher Weise für die Feuerwehr und damit für die gesamte Stadt und ihre Einwohner eingesetzt.

Als Dank und Anerkennung für seine Verdienste als Stadtbrandinspektor wurde er vom Wehrführer-Ausschuss am 11. August 2000 geehrt. FOTO: PM

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