Beherbergungsbetriebe sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Wetterau. Unser Bild zeigt das Hotel Dolce Bad Nauheim.	ARCHIVFOTO: QUANZ
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Beherbergungsbetriebe sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Wetterau. Unser Bild zeigt das Hotel Dolce Bad Nauheim. ARCHIVFOTO: QUANZ

Tourismus: Zahl der Gäste leicht angestiegen

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Wetteraukreis (prw/bk). Die Übernachtungszahlen in der Wetterau sind 2019 leicht angestiegen. Damit setzt sich der Trend der Vorjahre nach Auskunft von Landrat Jan Weckler fort. Mit Abstand die meisten Gäste wurden erneut in Bad Nauheim empfangen.

»Der Wetteraukreis ist die typische Tourismusregion für einen Kurzurlaub. Wandern, Radfahren und attraktive Wellnessangebote locken Kurzurlauber sowie Ausflügler aus dem Rhein-Main-Gebiet an. Aber auch der Gesundheitsaspekt spielt eine große Rolle«, sagt Weckler. 2019 gab es im Wetteraukreis 258 997 Gäste und gut 1,1 Millionen Übernachtungen.

Berücksichtigt werden bei diesen Angaben allerdings nur die 116 Beherbergungsbetriebe mit mehr als zehn Betten. Insofern ist die Statistik nach Aussage des Landrats nicht ganz korrekt, da es im Kreisgebiet eine ganze Reihe von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen mit weniger als zehn Betten gibt.

Gut 1,1 Millionen Übernachtungen

Dennoch sind die Zahlen eine gute Grundlage für den Vergleich mit anderen Landkreisen. So liegen die Übernachtungszahlen im Wetteraukreis mit gut 1,1 Millionen deutlich höher als in den Kreisen Vogelsberg und Gießen zusammengerechnet. Auch der Main-Taunus-Kreis hat mit 850 000 Übernachtungen deutlich geringere Zahlen. Mehr Übernachtungen hatten der Hochtaunuskreis (1,4 Millionen), der Main-Kinzig-Kreis (1,44 Millionen), vor allem aber die Stadt Frankfurt mit knapp 10,8 Millionen, etwa 2 Millionen mehr als 2016. Allerdings blieben die Gäste dort durchschnittlich nur 1,7 Tage.

Spitzenreiter im Wetteraukreis bleibt Bad Nauheim, das mehr als 40 Prozent aller Gästebetten im Wetteraukreis stellt. In Hotels, Pensionen und Kureinrichtungen wurden im vergangenen Jahr 104 126 Gäste begrüßt. Sie blieben 719 782 Nächte, was einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 6,9 Tagen entspricht. Der Anstieg um 5,6 Prozent führte dazu, dass in der Kurstadt erstmals mehr als 100 000 Gäste im Jahr ankamen. Die zweitmeisten Übernachtungen wurden in Bad Salzhausen gezählt (112 510), etwas weniger als 2018.

Den dritten Platz im Ranking der Wetterau hat Bad Vilbel inne (55 827 Übernachtungen, minus 4,5 Prozent). Eine hohe Bedeutung hat der Tourismus auch für Gedern (50 242, minus 1,1 Prozent), Butzbach (47 303, plus 6,8 Prozent) und Büdingen (28 089, plus 3,2 Prozent).

Wie das Deutsche wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr an der Uni München im Auftrag des Wetteraukreises ermittelt hat, werden durch Tourismus im Kreis pro Jahr fast 180 Millionen Euro erwirtschaftet. Personen, die übernachten, geben pro Tag im Schnitt 130 Euro aus. Größter Profiteur ist das Gastgewerbe (160 Millionen Euro) vor Dienstleistern (knapp 100 Millionen) und Einzelhandel (90 Millionen). Laut Studie bieten Tourismusbetriebe 6000 Arbeitsplätze.

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