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140 Tonnen Öko-Äpfel

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(prw) Trotz früher Reife und anhaltender Trockenheit konnten in diesem Jahr rund 140 Tonnen ökologisch erzeugte Äpfel an der Sammelstelle des BioApfel-Projekts, Kelterei Bonacker in Glauberg, von den teilnehmenden Bewirtschaftern abgegeben werden, berichtet der Wetteraukreis.

"Im Rahmen des BioApfel-Projekts organisiert der Landschaftspflegeverband Naturschutzfonds Wetterau die Bio-Zertifizierung der Streuobstwiesen und der Sammelstelle und steht den derzeit etwa 20 Teilnehmern beratend zur Seite", erläutert Landrat Jan Weckler, Vorsitzender des Naturschutzfonds Wetterau.

Aufgrund der spätsommerlichen Trockenheit fielen bereits im August viele Äpfel auf den Wetterauer Streuobstwiesen, sodass die Ernte für das BioApfel-Projekt bereits früher begonnen werden musste als in den Vorjahren.

In der Kelterei Rapps in Karben wird die gesamte Erntemenge zu Bioapfeldirektsaft verarbeitet. Der langjährige Kooperationspartner des Projekts bietet den Bewirtschaftern der Streuobstwiesen für die Abnahme der Äpfel einen überdurchschnittlichen Preis. Voraussetzung dafür ist freilich, dass die Äpfel auf biologische Weise produziert werden. Das heißt, dass grundsätzlich auf Pflanzenschutz und Dünger verzichtet wird.

Der Bioapfelsaft der Kelterei ist im regionalen Getränkehandel erhältlich und trägt auf dem hinteren Etikett das Logo des Naturschutzfonds Wetterau. Die Pflege von Streuobstwiesen ist aufwendig und fordert den Bewirtschaftern einiges an Aufwand und Motivation ab, oftmals ist auch ein wenig Frust dabei, wenn die Ernte in einem Jahr besonders schlecht ausfällt.

"Da die Streuobstflächen biologisch bewirtschaftet werden und zudem weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, ist der Ertrag vor allem vom Wetter abhängig", erklärt Stefanie Friederich, in diesem Jahr erstmals für das BioApfel-Projekt beim Naturschutzfonds zuständig.

Trotz aller Mühe sei der Erhalt der Streuobstwiesen für die hessische Kulturlandschaft unabdingbar. Streuobstwiesen seien eine der artenreichsten Biotope, die zunehmend durch Nutzungsaufgabe, aber auch durch die Auswirkungen des Klimawandels bedroht sind. Der Naturschutzfonds ist daher um ihren Erhalt besonders bemüht.

Aktuell stehen im Rahmen des BioApfel-Projektes noch wenige Kapazitäten zur Verfügung. Interessierte Bewirtschafter von Streuobstwiesen können sich beim Naturschutzfonds Wetterau über die Rahmenbedingungen informieren (Tel.: 0 60 31/83-43 09.

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