15 Tonnen Ladung in Lkw ungesichert

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Wetteraukreis (pob). Auf einer Streifenfahrt über die A5 trafen Beamte der Autobahnpolizei Butzbach am Donnerstagmorgen vergangener Woche auf der Raststätte Wetterau einen Sattelzug an, der stark nach Überbreite aussah. Deshalb entschlossen sich die Polizisten zu einer Kontrolle.

Der Fahrer befand sich auf dem Weg aus dem Rhein-Main-Gebiet in die Lüneburger Heide. Der Auflieger hatte Altkleider geladen. Insgesamt mehr als 15 Tonnen. Diese sollten in sogenannten BigBags, übergroßen Säcken, gelagert sein. So sagten es die Frachtpapiere.

Bei einem Blick in den Auflieger waren allerdings keine Großbehältnisse erkennbar. Vielmehr drohte beim Öffnen der Ladungsklappe schon, Ladung aus dem Trailer zu fallen. Viele kleine Tüten, normale Müllsäcke usw. stapelten sich bis unter die Decke des Anhängers. Offenbar hatte man den Inhalt von Altkleidercontainern auf den Hänger bugsiert, die Ladeklappe geschlossen und damit auf eine geeignete Sicherung der tonnenschweren Fracht einfach verzichtet.

Das Gewicht der Textilien drückte auf die Außenwände des Aufliegers und sorgte für ein Ausbeulen der Lkw-Plane. Damit war das Fahrzeug nun breiter als zulässig, was insbesondere in Baustellen schnell kritisch werden kann. Mangels der Ladungssicherung könne es zudem auch leichter instabil werden, so die Polizei.

Weiterfahrt zunächst untersagt

Die Autobahnermittler untersagten dem Fahrer die Weiterfahrt. Bis nicht eine ordentliche Ladungssicherung erfolgte, die Überbreite beseitigt war, durfte der Sattelzug nicht mehr weiterfahren. Der Fahrer des Lkw bzw. die Firma, auf die der Transporter zugelassen ist, müssen nun gut 1700 Euro Wettbewerbsausgleich zahlen. Damit wird der durch die Nichteinhaltung der Vorschriften gewonnene geldwerte Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die sich an die Regeln hält, ausgeglichen.

»Diese hohen Kosten und die verlorene Zeit, die für die Abstellung der Mängel erforderlich war zeigen den Verantwortlichen hoffentlich, dass sich Regelverstöße nicht lohnen und machen die Autobahnen damit wieder etwas sicherer«, schreibt die Autobahnpolizei in ihrer Pressemeldung.

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