Schnabel auf - wo bleibt das Futter? Schwalben nutzen ihre Nester immer wieder, somit gilt der gesetzliche Schutz für die Nester auch außerhalb der Brutzeit. 	FOTOS: DPA
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Schnabel auf - wo bleibt das Futter? Schwalben nutzen ihre Nester immer wieder, somit gilt der gesetzliche Schutz für die Nester auch außerhalb der Brutzeit. FOTOS: DPA

Tierische Bewohner schützen

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Wetteraukreis (pm). Die ersten Schwalben werden in den kommenden Tagen wieder zu ihren Brutgebieten zurückkommen. Dies nimmt die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises zum Anlass, um über den Schutz der Schwalben und anderer Tiere zu informieren.

»Schwalben gelten als Frühlingsboten und Glückbringer«, sagt Matthias Walther, Kreisbeigeordneter und Naturschutzdezernent des Wetteraukreises. Er erklärt auch die Unterschiede der einzelnen Schwalbenarten: Mehlschwalben bauen Nester aus Lehm unter Dachüberständen an die Außenwände von Gebäuden. Rauchschwalben nisten dagegen im Inneren von Gebäuden, beispielsweise in Ställen.

Die Vogelarten sind laut Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, schreibt die Untere Naturschutzbehörde in einer Pressemitteilung. Schwalben nutzen ihre Nester immer wieder, somit gelte der gesetzliche Schutz für die Nester auch außerhalb der Brutzeit.

Die Nester von Schwalben zu beseitigen sei deshalb verboten. Müssen sie wegen Sanierungsmaßnahmen abgenommen werden, so gehe das außerhalb der Brutsaison mit Genehmigung der Behörde, wenn die Nester anschließend durch künstliche Nisthilfen wieder ersetzt werden.

Vor zu starker Verschmutzung können sogenannte Kotbretter, etwa 60 Zentimeter unter den Nestern angebracht, schützen.

Auf Fledermäuse und Bienen achten

Der gesetzliche Schutz gelte neben den Schwalben auch für andere Vogelarten und Fledermäuse sowie Wildbienen. Mauersegler, die nur von Ende April bis Anfang August bei uns zu sehen sind, brüten in Nischen und Höhlungen an Gebäuden. Fledermäuse können kleinste Spalten in der Fassade als Tagesquartier nutzen. Wände mit kleinen Löchern, beispielsweise alte und unverputzte Fachwerkscheunen, werden gerne von verschiedenen Wildbienenarten wie der Gehörnten Mauerbiene besiedelt.

Die Untere Naturschutzbehörde bittet darum, bei Sanierungsarbeiten und Abbruchvorhaben solche Vorkommen zu berücksichtigen.

Laut Wikipedia sind Schwalben eine artenreiche Familie der Ordnung Sperlingsvögel und der Unterordnung Singvögel. Schwalben ernähren sich von Fluginsekten, in Mitteleuropa sind sie Zugvögel. Der typisch gegabelte Schwalbenschwanz sei für andere Tiere wie den Schmetterling namensgebend, ebenso wie der charakteristische Nestbau (zum Beispiel für die Burgruine Schwalbennest oder die Schwalbennestorgel). Mauersegler und Seeschwalben gehören dieser Familie nicht an.

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