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Teddy King möchte würde- und respektvoll zeigen, welch großartiger Musiker Elvis Presley gewesen ist.

Vor Auftritt in Friedberg

Teddy King und die Magie von Elvis

  • VonPetra Ihm-Fahle
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Schon als Teddy King ein Baby war, machte ihn sein Vater mit Elvis-Musik bekannt. Die frühe Erfahrung prägte den Duisburger, Am 15. August 2021 tritt King beim 13. Elvis Weekend in Friedberg auf.

Zum Thema Elvis kam Teddy King bereits zum Zeitpunkt seiner Geburt. »Ich wurde drei Monate zu früh geboren. Mein Vater legte mir eine Spieluhr mit Elvis-Musik in den Inkubator im Krankenhaus, und somit war die Sache praktisch besiegelt«, erzählt der 29-Jährige, der eigentlich Marvin Krupp heißt. Am Sonntag, 15. August, wird er von 15.30 bis 16 Uhr im Friedberger Rathauspark auftreten. Täglich beschäftigt er sich mit Elvis, und er schreibt gerade ein Buch darüber. »Es geht über die musikalische Tätigkeit hinaus«, sagt Teddy King.

Mit drei Jahren stand er erstmals mit Elvis-Musik auf der Bühne - bei einer Kinder-Playback-Show auf Mallorca. »Ich merkte, dass ich mich auf der Bühne enorm wohlfühle. Nicht als Elvis, denn ich will ihn nicht kopieren. Ich vertrete die Ansicht, dass Elvis nicht ersetzbar ist. Ihn gab es nur einmal und wird es nicht wieder geben«, ist King überzeugt. Als Interpret will er ihm aber Tribut zollen. »Ich finde es schade, dass Elvis nur auf bestimmte Songs reduziert wird, wie ›Blue Suede Shoes‹ oder ›In the Ghetto‹«, sagt der Duisburger. Elvis habe so viel mehr gemacht. »Und wenn man mal die anderen Songs anhört und hinter die Fassade schaut, merkt man, wie er tickt.« Die öffentliche Karriere von Teddy King begann 2007. Seit diesem Zeitpunkt feilt er kontinuierlich daran, seine Darbietungen immer weiter zu perfektionieren und zu professionalisieren. »Ich habe das Ziel, musikalisch würde- und respektvoll zu zeigen, was für ein großartiger Musiker er war.« Elvis habe posthum drei Grammys erhalten - alle waren laut King für Gospels. »Elvis war ein begnadeter Gospelsänger und ein gläubiger Mensch«, konstatiert er.

Menschen kennengelernt, die sehr nah an Elvis waren

Im Laufe der Jahre lernte der Interpret Menschen kennen, die sehr nah an Elvis gewesen waren. Ed Bonja beispielsweise, der Tour-Fotograf und Tour-Manager Presleys war. Bernhard Kurz, der Produzent von »Elvis - das Musical«, war Trauzeuge bei der Hochzeit von Teddy King und seiner Frau. Er kümmert sich auch um sein internationales Management. Über diese Verbindung kam es zum Kontakt mit Bonja, der im Berliner Hotel »Estrel« lebte, welches das Musical zeigte. »Darüber habe ich tiefe Kontakte gewonnen. Das sind wunderbare Erlebnisse«, blickt Teddy King zurück. Auch mit ehemaligen Bandkollegen unterhielt er sich. »Bei diesen Gesprächen zeichnete sich ab, was für ein sozialer Typ Elvis war. Der Status als Megastar gibt ja gar nicht wieder, wie menschlich er war. Diese Sichtweise wird meist fallengelassen und rückt in den Hintergrund«, stellt King fest. Wer sich allerdings eingehend mit der Materie beschäftige, befasse sich unweigerlich auch mit dem Menschen.

Das Programm, das King in Friedberg darbieten wird, heißt »A Tribute to Elvis on Tour«. Der Dokumentarfilm »Elvis on tour« lief 1972, mit einer laut King revolutionären Aufnahmetechnik. »Elvis hat sich im Lauf der Jahre immens gesteigert und seine Stimme enorm entwickelt«, sagt er. Der Film veranschauliche, wie der Künstler Stücke aus dem Jahr 1959 dreizehn Jahre später auf andere Art präsentiert habe. »Und das ist die Magie, die Elvis ausmacht - zumindest für mich«, sagt King.

Extra für Elvis’ Cousine gesungen

2013 war Teddy King zum ersten Mal in den USA. Es seien besondere Erlebnisse für ihn gewesen. Auch 2019, als er in Memphis und Nashville auftreten konnte. Seit seiner Geburt hat Teddy King eine leichte Gehbehinderung, die ihn etwas einschränkt. »Aber das stört dort keinen Menschen. Die gehen nur danach, was du musikalisch bringst«, stellt er fest. In Deutschland sei es mitunter anders, da es dort mehr Zuschauer gebe, die den weißen Glitzeranzug und den Hüftschwung sehen wollen.

In Memphis trat er als Gast eines Kollegen in einem Rock’n’Roll-Café auf. Im Publikum saß Louise Smith, die mittlerweile verstorbene Cousine von Elvis, und wollte ihn sprechen. »Sie saß da, trank ihre Cola und sagte ›Das war absolut fantastisch‹. Es war ein unfassbarer Moment, als sie mich bat, noch mal für sie zu singen.« Auch der Memory Award und die Fachmedienpreise zeigen Teddy King, dass er auf dem richtigen Weg ist.

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