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In einem Atemzug mit (anderen) Weltstädten: Julia Miotke zeigt ihre Liebe zu Friedberg nicht nur auf ihrem T-Shirt, sondern auch auf Instagram. Der Burggarten zählt zu ihren Lieblingsorten.

Liebe zu Friedberg

Die tägliche Friedberg-Liebe auf Instagram

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Julia Miotke bezeichnet sich schon immer als Friedberger Mädchen. Auf ihrer Instagram-Seite "@friedbergermaedchen" wirbt die 43-Jährige für ihre Stadt.

Ich will die positive Seite der Stadt zeigen, und davon gibt es ganz viel", sagt Julia Miotke, die täglich auf ihrer Instagram-Seite "@friedbergermaedchen" einen Post mit einem Bild veröffentlicht. "Ich fotografiere unglaublich gern, auch beim Joggen oder bei meinem Weg zur Arbeit nach Bad Nauheim. Ich laufe immer zur Firma bei Wind und Wetter, auch schon mal in Gummistiefeln", sagt die 43-Jährige, die im Marketing eines medizinisch-technischen Betriebs in der Badestadt tätig ist.

Es habe sie einfach genervt, dass viele Friedberger nur noch über die Stadt meckerten und immer wieder mit Bad Nauheim verglichen. "Dieser Vergleich geht gar nicht und ist unfair. Bad Nauheim ist eine Kurstadt, ich gehe da ja auch mal spazieren, doch Friedberg deckt für mich einfach alles ab." Das fängt für die Friedbergerin schon beim Einkaufen an. "Ich bekomme immer noch fast alles in der Stadt, was ich haben möchte," sagt die Influencerin, die von ihren Eltern, ihrer Großmutter und ihrem leider viel zu früh verstorbenen Onkel Thomas Leistner mit dem "Friedberg-Virus" infiziert worden ist. "Tommy ist mit mir in seinem Opel Kadett immer wieder in die Burg gefahren, da habe ich den Adolfsturm angefasst, dann war ich glücklich. Da war ich vier."

Ihre Oma Ilse Leistner hat ihr dazu viele Geschichten über Friedberg erzählt. Die Eltern ihres Vaters Michael Hedtke sind sogar von Baden-Württemberg nach Friedberg gezogen. Ihr Vater, der viele Jahre als Lehrer an der Adolf-Reichwein-Schule tätig gewesen ist, hat für ihren Instagram-Auftritt ein Logo gezeichnet. Darauf küsst seine Tochter den Adolfsturm, den sie ebenso liebt wie den Burggarten und die "Schneckenpromenade". Den Weg, der vom nördlichen Burgtor rund um die Burg bis zum Kindergarten am Usaberg führt, hat Julia Miotke erst kürzlich entdeckt.

Tipps und außergewöhnliche Orte

Darüber hat die zweifache Mutter natürlich auf Instagram berichtet. Immer wieder gibt sie Tipps, etwa Hinweise auf Veranstaltungen oder auf schöne und außergewöhnliche Orte in der Stadt. Der Blick vom oberen Deck des Parkhauses in der Alten Bahnhofstraße über die Wetterau in Richtung Vogelsberg ist so eine Lokalität, die Miotke beim Spaziergang mit ihrem dreijährigen Sohn Charlie entdeckt hat. "Selbst in der Altstadt gibt es viele schöne Ecken, natürlich auch mal Dreck, aber das kann ich wegstecken."

Zu ihren Bildern schreibt sie immer eine kleine Geschichte - und das mit ganz viel Poesie. "Die Bilder sind schön, aber meine Liebe steckt in dem, was ich schreibe." Ihre über 700 Follower sehen das genauso. Eine Umfrage, die sie kürzlich gemacht hat, ergab, dass 90 Prozent die Texte lesen, immerhin 30 Prozent hatten sich an der Umfrage beteiligt.

Zu Miotkes Followern gehören auch Bürgermeister Dirk Antkowiak und Kulturamtsleiterin Christine Böhmerl, die von der positiven Friedberg-Seite so angetan gewesen sind, dass sie das "Friedberger Mädchen" zur offiziellen Präsentation des neuen Stadtfests "Wir feiern Friedberg" eingeladen haben. "Das hat mich sehr gefreut, zumal das Motto auch von mir stammen könnte, denn ich feiere die Stadt jeden Tag", sagt Miotke, die in den nächsten Tagen auf ihrer Instagram-Seite ordentlich Werbung für das dreitägige Fest machen wird. "Und natürlich für den Artikel über mich in der WZ, die lesen wir alle in der Familie."

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