Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (l.) übergibt mit Fachstellenleiterin Franziska Jahn (2. v. l.) und Eva van Aken die ersten Tablets an Geschäftsführerin Elissa Gül (r.) vom Pflegezentrum Rosengarten in Butzbach. FOTO: PRW
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Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (l.) übergibt mit Fachstellenleiterin Franziska Jahn (2. v. l.) und Eva van Aken die ersten Tablets an Geschäftsführerin Elissa Gül (r.) vom Pflegezentrum Rosengarten in Butzbach. FOTO: PRW

600 Tablets für Senioren

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(prw). Mit den Verwandten per Video chatten, im Internet surfen, Hörbücher hören - die Landesregierung stellt für 600 Wetterauer Senioren Tablets als digitale Begleiter zur Verfügung. Wie die Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch mitteilt, werden die Geräte nun an die Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen übergeben.

Die massiven Einschränkungen sozialer Kontakte infolge der Corona-Schutzmaßnahmen sind für alle schwer zu bewältigen. Besonders schwer trifft dies Menschen, die in stationären Einrichtungen leben. Auch die gelockerten Besuchsmöglichkeiten können regelmäßige soziale Kontakte nicht auffangen. Damit die Bewohner trotzdem Kontakt mit ihren Familien und Freunden aufnehmen und die Tage ohne persönlichen Besuch überbrücken können, spendiert die hessische Landesregierung knapp 600 Tablets. Für ganz Hessen sind es 10 000. Mit der digitalen Nutzung kann der Alltag für die Menschen so ein wenig erleichtert und der Vereinsamung entgegengewirkt werden, so die Hoffnung.

Die Landesregierung sei sich aber auch der Herausforderung für das Pflegepersonal bewusst und habe eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten ins Leben gerufen, teilt der Wetteraukreis mit. Die Einrichtung der Geräte wird durch Webinare, eine Technik-Hotline, ein Einführungsvideo sowie ein FAQ unterstützt. Alle Infos werden zudem unter www.digitales.hessen.de bereitgestellt.

"Die soziale Distanz ist eine der größten Herausforderungen in dieser Krisenzeit. Dies betrifft im besonderen Maße Menschen, die in Pflege-, Alten-, und Behinderteneinrichtungen leben. Die Nutzung der Tablets kann einen entscheidenden Impuls setzen, um Menschen in stationären Einrichtungen über die virtuelle Tür den Kontakt mit Familien und Freunden weiterhin zu ermöglichen", sagt Becker-Bösch. Auch wenn die Tablets den persönlichen Kontakt der Angehörigen - insbesondere den körperlichen - nicht dauerhaft ersetzen könnten, so hätten doch beide Seiten nun die Möglichkeit, sich durch regelmäßigen Austausch nahe zu sein.

Neue Fachstelle verteilt Geräte

Die Verteilung der Tablets erfolgt über die neue Fachstelle des Wetteraukreises "Leben im Alter" unter der Leitung von Franziska Jahn. Als Ansprechpartnerin steht Altenhilfeplanerin Eva van Aken zur Verfügung. Sie sieht in der "digitalen Luftbrücke" zukünftig auch die Möglichkeit, generationsübergreifende Projekte, insbesondere Bildungsprojekte, zu ermöglichen.

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