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Mit Abstand im Burggarten: Die Besucher haben die Plätze zugewiesen bekommen, und das Team kümmert sich um den Service.

Suppen, Kuchen, Sonnenschein

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Die verschärften Corona-Auflagen mit den auch im Außenbereich nötigen 3-G-Nachweisen konnten dem traditionellen Burggarten-Café am »Tag des offenen Denkmals« nichts anhaben. Nahezu alle Besucher waren am Sonntag bestens auf die Kontrollen am Einlass vorbereitet. »Die meisten hatten schon ihr Handy in der Hand«, sagte Sigrid Bartsch vom Kulturservice der Stadt, die mit ihrem Team den eingegrenzten Cafébereich auf der Wiese auf 120 Plätze erweitert hatte.

Die waren denn auch am Nachmittag nahezu durchgehend besetzt, wozu sicher auch das hervorragende Spätsommerwetter beitrug. Den Besuchern wurden die Plätze zugewiesen, und ein achtköpfiges Team sorgte dafür, dass der bestellte Kuchen samt Kaffee sowie Suppen und eisgekühlte Getränke schnell serviert wurden. Zwischendurch streikte kurz die Kaffeemaschine, doch der Fehler wurde schnell behoben.

»Ich finde die Atmosphäre einfach nur schön, es ist toll, dass es so etwas gibt, leider nur einmal im Jahr«, sagte die Friedbergerin Marlies Herth, die zusammen mit Ehemann Ulrich Ukrow sowie Karin und Uli Schleiffer nicht zum ersten Mal ins Burggartencafé gekommen war. »Der Burggarten ist schon etwas ganz Besonderes. Wenn wir Besuch bekommen, gehen wir mit diesem immer hierher«, ergänzte die Friedbergerin und ließ sich den Kuchen schmecken.

Rundum zufrieden war auch Jutta Himmighofen-Strack, die Leiterin des Projekts »Friedberg zum Anbeißen« mit Hochbeeten im Burggarten und auf dem Elvis-Presley-Platz. Das Projekt, bei dem Paten im Sommerhalbjahr die Hochbeete bepflanzen und pflegen, endet traditionell am »Tag des offenen Denkmals«. Coronabedingt wurde auf die Ausgabe von Speisen mit dem Gemüse und Gewürzen aus den Hochbeeten verzichtet.

»Es gab dieses Jahr kaum Diebstähle, dafür wurde unglaublich viel geerntet«, teilte Himmighofen-Strack mit, die auf eine Besonderheit am Beet von Ali Demrok hinwies: »Die Schilder sind zweisprachig.«

In den nächsten Tagen werden die Hochbeete abgeerntet, bevor sie im Oktober abgebaut werden. Bis dahin können die Besucher noch entlang der Hochbeete und des »Pflanzbetts« der Familie Decher flanieren und unter anderem die Herbstblumenpracht in einem Beet betrachten. »Wir werden die Aktion sicher fortsetzen«, kündigte Himmighofen-Strack an, die von einer Begegnung am Nachmittag erzählte: Sie kam mit einer Friedbergerin und deren Tochter ins Gespräch, die ihr erzählte, dass sie noch nie im Burggarten gewesen seien, obwohl sie schon viele Jahre hier wohnen. Himmighofen-Strack. »Daher sind solche Projekte wie Burggartencafé oder ›Friedberg zum Anbeißen‹ so wichtig«.

Das spiegelte sich auch in dem immer wieder geäußerten Wunsch der Besucher wider, das Café doch mehrmals im Sommerhalbjahr anzubieten. Dieser Wunsch wird jedoch unerfüllt bleiben. Sigrid Bartsch: »Der Aufwand dafür ist einfach zu groß, das können wir nicht alle paar Wochen stemmen.«

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