Streuobstwiesen als Naherholungsziel

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Wetteraukreis (pm). Die Schilder der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenrouten sind in der Region Frankfurt/Rhein-Main an vielen Stellen präsent. Allerdings garantieren sie aktuell keine einheitlichen Standards für Naherholer, die den Wegweisern folgen.

Dies wollen der Regionalpark RheinMain und der Regionalverband FrankfurtRhein Main nun gemeinsam mit den Akteuren vor Ort ändern und haben dafür eine Projektstelle geschaffen. Claudia Jäger (CDU) ist nicht nur Erste Kreisbeigeordnete im Kreis Offenbach und Mitglied im Vorstand des Regionalverbandes, sondern auch Vorsitzende des Aufsichtsrats des Regionalparks und freut sich über das gemeinsame Projekt: »Die Apfelwein- und Obstwiesenrouten sind in der Region qualitativ sehr unterschiedlich vorhanden. Der Regionalpark hingegen steht für einen Qualitätsstandard, auf den sich die Naherholer in der Region verlassen können.« Diese Erfahrung und Expertise wolle man nutzen und auch auf die sogenannten A&O-Routen anwenden. »Wenn Regionalpark und Regionalverband gemeinsam dieses Thema angehen, dann bin ich mir sicher, dass ein attraktives Ergebnis am Ende des Prozesses stehen wird.«

»Apfelbote« weiterentwickelt

Die Marke »Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute« wurde vor rund zwei Jahren vom Regionalverband FrankfurtRheinMain übernommen. Seither habe sich bereits viel getan, heißt es in einer Pressemitteilung. So sei beispielsweise das Mitteilungsorgan der Routen, der »Apfelbote«, zu einem informativen und lesenswerten Magazin weiterentwickelt worden.

Der zuständige Erste Beigeordnete im Regionalverband, Rouven Kötter (SPD), sieht großes Potenzial in den Routen: »Tagesausflüge vor Ort sind gerade auch zum Thema Streuobst absolut interessant und gefragt.« Allerdings müsse man sich als Nutzer darauf verlassen können, dass die Ausschilderung nicht plötzlich irgendwo endet oder man entlang der Wegstrecke keine Möglichkeit für eine gastronomische Pause findet. »Deshalb wollen wir die Strecken komplett auf den Prüfstand stellen und anschließend drei verlässliche Routenkategorien ausschildern: Routen mit Regionalparkstandard, also durchgehend befestigte Wege und Rastpunkte, radgeeignete und naturnahe Routen, die sich nur mit festem Schuhwerk begehen lassen.«

Alle ausgeschilderten Strecken sollen in den kommenden drei Jahren überprüft und überarbeitet werden. Dies geschieht durch die Mitarbeitenden von Regionalpark und Regionalverband gemeinsam mit den ehrenamtlichen Akteuren der Regionalschleifen. Hierfür wurde eine Projektstelle ausgeschrieben, die diese Arbeit unterstützen soll. »Die Bewerbergespräche laufen noch in den Sommerferien und wir hoffen, diese gemeinsam finanzierte Stelle so schnell wie möglich besetzen zu können. Es wartet eine lohnende und spannende Aufgabe, mit deren Hilfe wir die identitätsstiftenden Kulturräume Streuobstwiesen den Tagesausflüglern in der Region näherbringen wollen«, so Jäger und Kötter.

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