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Mit ihrer Version von »Wooden Heart« überraschen (v. l.) Günter Kiefer, Klaus Kreß und Dirk Antkowiak.

»Strahlkraft von Elvis verbindet Städte«

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg/Bad Nauheim (har). Über Jahre hinweg herrschte zwischen den Veranstaltern des Elvis Weekend in Friedberg und des Elvis Festivals in Bad Nauheim ein Konkurrenzkampf. Das hat sich in den vergangenen Jahren langsam geändert, nun soll damit endgültig Schluss sein. Die beiden Programme wurden erstmals »abgestimmt und synchronisiert«, wie es Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak bei der Eröffnung des 13.

Elvis Weekend am Donnerstag sagte. Aus Bad Nauheim waren Bürgermeister Klaus Kreß und Stadtverordnetenvorsteher Oliver von Massow in den Rathauspark gekommen.

Beide Bürgermeister betonten in ihren Grußworten die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen ihnen und zwischen den Städten. »Wir werden am Samstag gemeinsam im Cadillac hin- und hercruisen«, kündigte Antkowiak an, und Kreß stellte fest: »Die Strahlkraft von Elvis verbindet beide Städte.«

Da gab es reichlich Beifall von den vielen Besuchern, die bei schönstem Hochsommerwetter in den Friedberger Rathauspark gekommen waren. »Der Umzug ist rundum gelungen«, freute sich denn auch Günter Kiefer, der Präsident des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim-Friedberg, der mit Unterstützung der Stadt Friedberg, des Oldies-Clubs Wetterau und zahlreicher Sponsoren das Elvis-Weekend veranstaltet.

Lieblingshit der Großmutter

Waren zur Eröffnung im Wetterau-Museum in den letzten Jahren maximal 50 Menschen gekommen, so waren im Rathauspark weit mehr als das Doppelte an Besuchern, darunter auch weit angereiste Elvis-Fans wie die Familie Konrad aus Essen. »Das Ambiente hier ist einfach toll«, lobte Matthias Konrad, der alljährlich mit Frau, Tochter und Hund zu den Elvis-Veranstaltungen in die Wetterau kommt, ebenso wie Ralf Fuhrmann aus Mayen in der Eifel. »Ich bin 1976 geboren und seitdem bin ich Elvis-Fan,« sagte der 45-Jährige und lachte los.

Dass es das Trio Kreß, Antkowiak und Kiefer auf der Bühne mit der Gemeinsamkeit ernst meinte, zeigte sich am Ende des kurzen offiziellen Teils. Kreß erzählte, der Lieblingssong seiner Oma sei »Wooden Heart« von Elvis gewesen. »Sie hatte die Single. Ich habe mir den Text besorgt«, sagte Kreß und stimmte zusammen mit Antkowiak und Kiefer den Song an - basierend auf »Muss I denn zum Städtele hinaus«.

Die Besucher waren von der Unplugged-Einlage sichtlich überrascht, auch wenn sich das Trio nicht ganz auf eine Tonart einigen konnte. Trotzdem gab es viel Beifall für das »Million Dollar Trio«, wie Kreß es in Anspielung auf das Million Dollar Quartet formulierte, zu dem sich der King einstmals mit Johnny Cash, Carl Perkins und Jerry Lee Lewis für einige Aufnahmen zusammengetan hatte.

Danach trat Elvis-Interpret Michael Aden auf, der schon traditionell das Elvis Weekend eröffnet. »Ich hatte am 3. Oktober meinen letzten Auftritt. Wenn jetzt mal ein Ton nicht sitzt, ist die lange Pause meine Ausrede«, sagte der Wilhelmshavener, nachdem er seine Show mit dem Elvis-Klassiker »Blue Suede Shoes« eröffnet hatte.

Falsche Töne waren nicht zu hören. Die Fans tanzten vor der Bühne und dachten nach einer Stunde mit vielen Elvis-Klassikern, aber auch Hits von Carl Perkins oder Shakin’ Stevens ebenso wenig ans Aufhören wie Aden selbst. »Einer geht noch« wurde zum Motto der halbstündigen Verlängerung. »Man spürt ihn schon, den Spirit von Elvis«, hatte Kreß in seiner Begrüßung gesagt. Er sollte recht behalten.

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