Probelauf vor dem Spielefest: (v. o.) Dirk Antkowiak tritt in "Celtic" gegen Andreas Finkernagel, Julia Schwedler, Lena Herget-Umsonst und die Wetterauer Zeitung an. 	FOTO: PM
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Probelauf vor dem Spielefest: (v. o.) Dirk Antkowiak tritt in »Celtic« gegen Andreas Finkernagel, Julia Schwedler, Lena Herget-Umsonst und die Wetterauer Zeitung an. FOTO: PM

Digitale Alternative

Statt großem Spielefest: »Friedberg spielt« in diesem Jahr auch online

  • vonKatharina Gerung
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Ohne Würfel und Figuren - das diesjährige »Friedberg spielt« findet online statt. Ob allein per App auf Schnitzeljagd durch die Stadt oder am virtuellen Spieltisch mit der Familie.

In diesem Jahr ist alles etwas anders. Die Pandemie hat vielen Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung gemacht - auch »Friedberg spielt«. Eigentlich hätte es wie in den vergangenen Jahren auch ein buntes Rahmenprogramm geben sollen - dann kam das Virus. Doch gerade in Zeiten, in denen Social Distancing an der Tagesordnung steht, seien Spiele wichtiger denn je. Das haben sich zumindest die Veranstalter - die Stadt Friedberg, Pegasus-Spiele und »Friedberg hat’s« - gedacht und für dieses Jahr etwas besonderes geplant. Das erste »Friedberg spielt online«.

Das Angebot, das es am 5. September geben soll, ähnelt dem der Jahre zuvor - nur spielt sich in diesem Jahr das meiste davon im Internet ab. Statt im großen Zelt auf dem Elvis-Presley-Platz können Interessierte etwa verschiedene Brettspiele von Pegasus über die Plattform Tabletopia ausprobieren und dort bei Bedarf auch Mitspieler finden. »Man muss sich dazu nichts herunterladen und sich auch keinen Account anlegen«, versichert Andreas Finkernagel, Geschäftsführer von Pegasus-Spiele. Außerdem sei das Angebot kostenlos.

Noch vor dem Aktionstag unternahm Pegasus-Spiele einen Probedurchlauf und trat online im neuen Familienspiel »Celtic« gegen Bürgermeister Dirk Antkowiak, Lena Herget-Umsonst von der Stadt Friedberg und die Wetterauer Zeitung an. Per Videocall gab Finkernagel eine kurze Einweisung sowohl in die Regeln des Spiels als auch in die Funktionsweise von Tabletopia. Diesen Teil übernehmen, wie bei den analogen Veranstaltungen von »Friedberg spielt« auch, am 5. September die sogenannten Spieleerklärer.

»Friedberg spielt«: Tipps zum technischen Ablauf

Nach ein paar Minuten kristallisierten sich die ersten kleinen technischen Schwierigkeiten heraus. Finkernagel hatte dafür jedoch gleich ein paar Tipps parat. »Am besten funktioniert das Spielen über den Chrome Browser«, sagte er. »Außerdem empfiehlt es sich, eine Maus statt dem Touchpad zu nutzen und das Ganze auf einem Monitor zu spielen.« Hat man sich dann mit der Funktionsweise und den Regeln vertraut gemacht, kann es losgehen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es dann schon, die Mitspieler statt um einen Tisch übereinendergestapelt auf dem Bildschirm zu sehen. Doch ansonsten unterscheidet sich hinsichtlich des Spieleerlebnisses nicht viel - auch wenn es nicht dasselbe ist.

»Wir wollen mit den Onlinevarianten die Brettspiele auch nicht ersetzten«, sagt Finkernagel. Doch gerade in der aktuellen Lage seien sie eine Option, getrennt voneinander und doch gemeinsam zu spielen. Darum sei es ihm und den anderen Veranstaltern auch so wichtig gewesen, das Spielefest nicht gänzlich abzusagen, sondern an die Gegebenheiten anzupassen. Wer mit den Online-Brettspielen dennoch nicht zurechtkäme, müsse nicht verzagen, sagt Finkernagel. Denn es gebe noch eine Reihe von offline Angeboten.

»Friedberg spielt«: Auf Schnitzeljagd durch die Stadt

Die »Celtic App« beispielsweise. Nicht ganz abseits der digitalen Welt, aber zumindest irgendwo dazwischen. Als fiktiver Held begibt man sich auf den Spuren der Kelten auf eine Schnitzeljagd durch Friedberg und sammelt magische Gegenstände in Form von QR-Codes, die mit dem Handy abgescannt werden müssen. »Dabei hat uns eine Keltologin unterstütz«, verrät Finkernagel, »es gibt also viel Wissenswertes zu lernen«.«

Selbst wer ganz auf digitale Hilfsmittel verzichten will, kommt auf seine Kosten. Im Rathauspark wird es ein kleines Rahmenprogramm mit Livemusik geben und dazu eine analoge Spieleausleihe. Finkernagel: »Wir wollen, dass jeder etwas für sich entdeckt.«

Ausführliche Informationen und entsprechende Links gibt es unter www.pegasus.de

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