»Starke Auswirkungen auf Fahrgastzahlen«

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Wetteraukreis (pm). Die Corona-Krise und die damit verbundenen großen Herausforderungen für Unternehmen waren Thema eines Gesprächs das der Wetterauer FDP-Landtagsabgeordneten Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn und der Butzbacher FDP-Stadtrat Norbert Gonter mit Verantwortlichen der Hessischen Landesbahn (HLB) führten, die durch Torsten Grünebaum, Leiter des HLB-Standorts Butzbach, und mit Peter Runge, Prokurist und Leiter Geschäftsfeldentwicklung mit Sitz in Frankfurt, vertreten war.

Auch über die Entwicklung des Standortes Butzbach, das ÖPNV Angebot in der Wetterau und die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Unternehmen wurde diskutiert. »Das Tätigkeitsgebiet unseres seit Langem etablierten Unternehmens ist vielfältig. So sind wir im Schienen- und Buspersonennahverkehr, im Eisenbahngüterverkehr aber auch als Infrastrukturbetreiber tätig«, erklärten Runge und Grünebaum den Gästen.

Verzicht auf Reisen, mehr Homeoffice

Insgesamt betreibe man mit seinen Beteiligungen rund 260 Eisenbahntriebwagen und 133 Busse. Rund 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien bei dem Unternehmen und seinen Beteiligungen beschäftigt, davon rund 480 am Standort Butzbach. »Der jährliche Umsatz beträgt rund 280 Millionen Euro«, berichtete Runge. Auf die Frage Hahns, inwiefern sich die aktuelle Pandemie auf das Unternehmen auswirke, antwortete Grünebaum: »Wir spüren starke Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen. Viele Menschen verzichten auf Reisen oder arbeiten aus dem Homeoffice, die Schule fällt aus, wodurch unsere Angebote deutlich weniger genutzt werden. Auf einigen Strecken haben wir Fahrgastrückgänge von 50 bis 60 Prozent zu verzeichnen.«

Runge ist sich sicher, dass sich die Fahrgastzahlen bei einer Verbesserung der pandemischen Lage wieder erholen: »In der Vergangenheit hatten wir in den Netzen eher mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen. Die Menschen werden auch künftig wieder Bus und Bahn fahren, wenn sich die Lage verbessert. Die Nachfrage nach unseren Angeboten wird sich erholen, wenngleich es dazu etwas Zeit braucht.«

Die HLB plant, ihr Angebot auch künftig zu erweitern und den Betrieb ausdehnen. Hierzu gehöre unter anderem die Horlofftalbahn. »Stillstand heißt für uns Rückschritt. Neben Betriebsnetzerweiterungen spielen für uns zukunftsweisende Projekte, wie das Ausloten der Nutzung von Elektro- oder Wasserstofftechnologien für Bus und Bahn eine große Rolle.« Elektrobusse kämen sogar auf diversen Strecken schon zum Einsatz, weitere seien bestellt. »Die Hessische Landesbahn ist ein starker Player im Wettbewerb auf unserem Schienennetz, aber auch in unserem Busverkehr in Hessen. Auch in Zukunft wird die Mobilität eine wichtige Rolle spielen. Jeder Verkehrsträger wird gebraucht und muss so gut es geht optimiert werden«, sagte Hahn bei seinem Besuch. Auch für den Butzbacher FDP-Stadtrat Gonter ist die HLB wichtig: »Die HLB ist in Butzbach einer der großen Arbeitgeber, ist wichtig für unsere Region und hat Strahlkraft auf ganz Hessen und sogar darüber hinaus. Wir sind überaus glücklich, mit der HLB einen sehr attraktiven Arbeitgeber in unserer Stadt zu haben.«

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