Stadtschule: Kontaktpersonen bisher nicht getestet

  • Christoph Agel
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Wetteraukreis(agl/prw). Nachdem in einer vierten Klasse der Außenstelle Rotdornstraße der Bad Nauheimer Stadtschule das Coronavirus nachgewiesen worden ist, befinden sich insgesamt 48 Schüler und Lehrer in Quarantäne. Diese gilt teilweise bis zum 16. September und teilweise bis zum 21. September (die WZ berichtete). Wie die Pressestelle des Wetteraukreises am Donnerstag mitteilte, gebe es keine Testergebnisse für diese 48 Personen - weil sie nicht getestet worden seien. "Wenn Symptome da sind, wird getestet", sagte Kreispressesprecher Michael Elsaß. Die seien aber bisher nicht aufgetreten. Der Wetteraukreis stehe mit den in Quarantäne befindlichen Menschen in Verbindung. Selbst wenn die 48 getestet worden wären, hätten sie in Quarantäne bleiben müssen, erläuterte Elsaß. Hinzu komme, dass nach massenhaft vorgenommenen Tests die Ergebnisse sehr schleppend vorlägen. Und: Die bisherigen Tests in solchen Fällen seien in der Regel negativ ausgefallen.

"Testen ohne Anlass führt zu einem falschen Sicherheitsgefühl. Denn auch ein negativer PCR-Nachweis ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen", schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Website. Doch was ist ein Anlass? Das positive Testergebnis bei dem Bad Nauheimer Grundschulkind? Oder bei Kontaktpersonen auftretende Symptome? Bei der Aufzählung von Personengruppen, die in Deutschland getestet werden, nennt das RKI jedenfalls auch folgenden Bereich: "Bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (z. B. Arztpraxen, Schulen, Kita, Asylbewerberheim, Notunterkunft, Justizvollzugsanstalt) sollten sich Personen in den Einrichtungen einer Testung unterziehen, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen."

Zwei weitere Personen genesen

Unterdessen ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Wetteraukreis von Mittwoch auf Donnerstag um drei auf 539 gestiegen. Die Neuinfektionen wurden aus Bad Vilbel, Friedberg und Nidda gemeldet.

Die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen lag bei 474, das waren zwei mehr als am Mittwoch. Die neu gemeldeten Genesenen kommen aus Bad Vilbel und Rosbach.

In stationärer Behandlung befanden sich am Donnerstag 15 Menschen, tags zuvor waren es zehn gewesen. Eine intensivmedizinische Behandlung war für eine Person notwendig, am Mittwoch war dies bei niemandem der Fall gewesen. Bislang sind mit der Corona-Infektion 13 Menschen im Wetteraukreis gestorben.

Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen und die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ab, dann gibt es - Stand Donnerstag - im Wetteraukreis 52 mit Corona infizierte Menschen. Laut Kreisverwaltung befinden sich alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne, zu allen halte das Gesundheitsamt engen Kontakt.

In den letzten sieben Tagen stieg die Zahl der Infizierten im Wetteraukreis mit seinen 308 000 Einwohnern um 20. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner, lag am Donnerstag damit weiterhin bei sieben.

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