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Achtlos weggeworfener Müll schadet der Umwelt und verschandelt das Stadtbild.

Kampf gegen Müll

Stadt Friedberg sucht Paten für die Sauberkeit

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Wer Müll in die Natur wirft, schadet ihr und sorgt für einen unschönen Anblick. Die Stadt Friedberg will nun wilde Müll-Ablagerungen bekämpfen - und dabei die Bürger ins Boot holen.

Die Stadtverwaltung klagt über wilde Sperrmüll-Ablagerungen und achtlos in der Natur oder in der Stadt weggeworfenen Abfall - und wirbt im Zuge dessen um Unterstützung durch Bürger als »Sauberkeitspaten«. In einer Pressemitteilung verweist sie darauf, dass im Friedberger Stadtgebiet die Anzahl der öffentlichen Müllbehälter je 1000 Einwohner deutlich über dem Bundesdurchschnitt liege. Zudem sei der Recyclinghof schnell zu erreichen. »Dort können die alten Sachen sehr günstig oder sogar kostenlos entsorgt werden. Dennoch landet dieser Abfall und Sperrmüll häufig im Grünen oder im öffentlichen Bereich. Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern schadet auch der Umwelt«, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Der städtische Baubetriebshof sei permanent im Einsatz, um die Sauberkeit in Friedberg zu erhalten oder wiederherzustellen. »Allerdings stoßen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hier an ihre Grenzen. Zuweilen bleibt Abfall auch erst einmal unentdeckt, da sich die Ablagerungen außerhalb des täglichen Reinigungsbereiches befinden.«

Regelmäßig einen Blick drauf haben

Erste Stadträtin Marion Götz wirbt daher gemeinsam mit der Stabsstelle »Sauberes Friedberg« für Engagement durch die Friedberger Bürger: »Unterstützen Sie unsere Arbeit für mehr Sauberkeit im Stadtgebiet und in der Natur. Übernehmen Sie eine Sauberkeitspatenschaft. Hierbei geht es nicht darum, die Aufgaben des Baubetriebshofes auf die Paten abzuwälzen. Die Aufgabe der Patinnen und Paten besteht vor allem darin, regelmäßig einen Blick auf die Sauberkeit in einem bestimmten, selbst gewählten Bereich zu werfen und die Stadt über größere Verschmutzungen zu informieren. Dies kann z. B. dort sein, wo Sie sich ohnehin regelmäßig bewegen - in Ihrem Wohnumfeld, auf dem Weg zur Arbeit, beim Spazierengehen mit dem Hund, entlang Ihrer Jogging-Strecke oder Ähnliches. Darüber hinaus steht die Stadt auch zur Unterstützung für engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger bereit, die in Ihrem ›Patenschafts-Gebiet‹ achtlos weggeworfenen Müll einsammeln möchten - so wie es heute schon einige Friedberger Bürgerinnen und Bürger machen.«

Die Stabsstelle »Sauberes Friedberg« im Rathaus koordiniert die Patenschaften. Sie stellt auf Wunsch auch Hilfsmittel wie beispielsweise Handschuhe, Greifzange und Müllsäcke zur Verfügung. Mitmachen können sowohl einzelne Bürger, als auch Schulen, Vereine, Verbände oder Gewerbe - egal, ob alleine oder in Gruppen. Den Umfang bestimmt dabei jeder und jede selbst, allerdings sollte der Einsatz regelmäßig erfolgen. Die Sauberkeitspatenschaft kann jederzeit beendet werden.

Versicherungsschutz ist gegeben

Im Übrigen besteht im Rahmen dieser ehrenamtlichen Tätigkeit laut Pressemitteilung automatisch über die Stadt eine Unfall- und Haftpflichtversicherung.

Um auch dauerhaft auf die Aktion aufmerksam zu machen und für die Patenschaften zu werben, gibt die Stadt einen Flyer heraus. Dieser kann als pdf-Datei auf der Homepage der Stadt heruntergeladen werden. In den nächsten Wochen wird der Flyer zusätzlich in städtischen Einrichtungen und an sonstigen publikumswirksamen Stellen ausgelegt und im Rahmen von Sonderaktionen zum Thema »Sauberes Friedberg« zur Verfügung gestellt.

Friedberger, die an einer Sauberkeitspatenschaft interessiert sind, sollten sich bei der Stabsstelle »Sauberes Friedberg« unter Tel. 0 60 31/8 83 24 oder per E-Mail an holger.kopsch@friedberg-hessen.de anmelden. Infos gibt es auch unter www.friedberg-hessen.de.

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