Gefällt die Seite (v. l.): Jutta Himmighofen-Strack, Joachim Böhmerl, Michael Keller, Bettina Semmerau, Lutz Schneider.
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Gefällt die Seite (v. l.): Jutta Himmighofen-Strack, Joachim Böhmerl, Michael Keller, Bettina Semmerau, Lutz Schneider.

Stadt Friedberg präsentiert neuen Internetauftritt

Friedberg (chh). Weniger ist manchmal mehr: Die Stadt Friedberg hat ihrer Internetseite ein Facelift verpasst. Das Portal ist wesentlich übersichtlicher als sein Vorgänger, außerdem bietet es viele neue Funktionen.

Was sich im Detail verändert hat, haben die Verantwortlichen gestern der Wetterauer Zeitung vorab gezeigt. Seit Freitag kann sich auch jeder andere von der neuen Seite ein Bild machen.

Das Relaunch war überfällig. Die alte Internetseite war überfrachtet, unübersichtlich, kurzum: nicht benutzerfreundlich. Wer jetzt auf geht, wird eine klare und freundliche Benutzeroberfläche vorfinden, eine verständliche Navigation und vor allem viele nützliche Funktionen. "Die Stadt hat sich sowohl baulich als auch gesellschaftlich verändert. Mit der neuen Internetseite wollen wir dem Rechnung tragen", sagte Bürgermeister Michael Keller, dem die Zufriedenheit über den neuen Internetauftritt anzusehen war.

Das galt auch für PR-Frau Jutta Himmighofen-Strack, die zusammen mit Webmaster Joachim Böhmerl den neuen Auftritt vorstellte. "Wir haben uns immer wieder vor Augen geführt: Was will der Bürger? Die Antwort: eine klar strukturierte Seite, die aktuell und zeitgemäß ist. Wir haben geguckt, was den Bürger am meisten interessiert und diese Themen in den Vordergrund gerückt." 870 000 Menschen haben im vergangenen Jahr die Internetseite besucht, am meisten wurde "Aktuelles", "Bürgerservice", "Veranstaltungen" und "Wirtschaftsförderung" geklickt. Daher befinden sich diese Themen fortan gut sichtbar auf der Startseite. Generell sind die insgesamt 200 Seiten – in der Vorgängerversion waren es noch über 500 – wesentlich aufgeräumter, dass jedes Themengebiet eine eigene Farbe hat, hilft beim Navigieren. Übersichtlich ist auch die Suche nach Ansprechpartnern und Serviceleistungen wie zum Beispiel "Reisepass beantragen". Durch sogenannte vcards werden Kontaktdaten auf Wunsch in das eigene E-Mail-Programm integriert. Eine ähnliche Funktion bietet der Abfallkalender. Die Termine können nicht nur ausgedruckt, sondern auch in den Kalender des Smartphones geladen werden.

Die Suchfunktion hat sich ebenfalls verändert. Während früher nur die Texte der Internetseite durchforstet wurden, werden jetzt auch Treffer innerhalb von Dokumenten angezeigt. Weitere Neuerung: Formulare müssen zwar immer noch ausgedruckt werden, dank der neuen Version können die Felder aber schon online ausgefüllt werden. Auch an Fremdsprachler wurde gedacht. Einige Angebote werden in bis zu acht Sprachen übersetzt.

Ein Höhepunkt der Seite: Früher waren Vereine, Kitas und sonstige Einrichtungen in ellenlangen Listen aufgeführt. "Jetzt erhalten sie alle einen eignenen Zugang, wodurch sie ihren Auftritt selber gestalten können, zum Beispiel mit eigenen Texten und Bildern", verrät Böhmerl. "Wir sind quasi das Gehäuse für eine Messe. Die Verantwortung liegt jetzt bei den Einrichtungen. Dafür können sie sich aber auch ganz toll präsentieren", ergänzt Keller.

Im Zuge der Neugestaltung hat auch das Bibliothekszentrum einen neuen Auftritt erhalten. "Wir hatten schon vorher eine gute Seite", sagt Bibliothekarin Bettina Semmerau, "jetzt bin ich aber richtig begeistert." Ein Grund dafür: Das Angebot, Bücher online auszuleihen und zu verlängern, hat einen prominenten Platz erhalten. Auf www.bibliothekszentrumklosterbau.de präsentiert sich auch das Stadtarchiv. Leiter Lutz Schneider kündigt an, das in den nächsten Jahren auch vom heimischen PC aus in den Beständen gestöbert werden kann. Neben Schneider und Semmerau ist Claudia Westphalen für das Relaunch verantwortlich.

Neu ist auch die Darstellung von Sehenswürdigkeiten, Tourismus, Politik und den anderen Themen. Neben interaktiven Bildergalerien warten auch neue Texte auf die Besucher. Statt Historie gibt’s einen Blick in die Zukunft – zumindest auf den Startseiten. Geschichtsinteressierte kommen auf den tieferen Ebenen auf ihre Kosten. Von Barbarossa bis Babba Hesselbach ist alles dabei.

Nur einige der vielen Neuerungen, die wegen der großen Eigenleistung nur 10 000 Euro gekostet haben. Fazit: Facelift geglückt.

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