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Auf den Spuren der Natur

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Am vergangenen Sonntag haben sich etwa 30 Teilnehmer zu einer botanischen Wanderung am Rastplatz "Ossemer Wäldchestreff" getroffen, zu welcher der NABU Friedberg zusammen mit dem Kultur- und Traditionsverein Ossenheim (KuTV) eingeladen hatte. Gleich zu Beginn der Wanderung machte Dr. Stefan Nawrath auf die jüngsten alarmierende Berichte des UNO-Weltbiodiversitätsrats zum globalen Artensterben aufmerksam.

Erste Station der Wanderung war das PEFC-Zertifizierungsschild am Rand des Ossenheimer Wäldchens, das Standards zur nachhaltigen Nutzung des Waldes festlegt. Zahlreiche abgestorbene Bäume zeugten vom zurückliegenden Dürre-Jahr.

Im Kunstgarten von Werner konnte die Gruppe einen blühenden Speierlingbaum und ansprechende Stahlplastiken bewundern. Durch eine Streuobstwiese ging es anschließend weiter in die "Lothe Sandkaut", wo Reste von artenreichem Grünland erhalten geblieben sind. Hier ging Nawrath auf sein Spezialgebiet Gräser ein und betonte die besondere ökologische Bedeutung von artenreichem Grünland für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Bis zu 500 Pflanzenarten und 3500 Tierarten würden sich in den verschiedenen Wiesentypen feststellen lassen. Entlang des Haalwegs erläuterte Nawrath die Bedeutung unbefestigter Feldwege für bodennistende Wildbienen. Die Feldflur Richtung Bauernheim zeichnet sich durch ausgedehnte Ackerschläge aus, die nur noch wenige Vogelarten aufweisen. Man versammelte sich zu einem Gruppenbild, und die Blicke konnten über den Wiesegrund nach Friedberg und Bad Nauheim schweifen. Dann ging es bergab zum "Lettkippel", einen Hügel mit tonhaltiger Erde. (pm/Foto: pm)

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