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Das Logo soll an gesetzliche Missstände erinnern.

Sprühaktion von Pro Familia

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Friedberg (pm). Am Mittwoch haben Mitarbeiter von Pro Familia an verschiedenen Stellen in der Kreisstadt das Logo des Paragraphen 218 auf die Straße gesprüht. Mit der bundesweiten Sprühkreideaktion soll auf gesetzliche Missstände aufmerksam gemacht und das Thema auch in Friedberg in die Öffentlichkeit getragen werden.

Vor 150 Jahren wurde das Gesetz zur strafrechtlichen Regelung des Schwangerschaftsabbruchs im Reichsstrafgesetzbuch festgeschrieben. Wer den Eingriff auf eigenen Wunsch durchführen lassen will, dem droht laut Gesetz auch heute noch eine Gefängnis- oder Geldstrafe. »Dass in der Praxis Schwangerschaftsabbrüche nach der sogenannten Beratungsregelung straffrei bleiben, ändert nichts daran, dass ihnen der Ruf der Illegalität anhaftet«, schreibt Pro Familia. Die Organisation ist überzeugt, dass die Entscheidung für oder gegen das Austragen einer Schwangerschaft nur die schwangere Person selbst treffen kann und fordert eine Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs: »Gleichzeitig müssen alle Frauen jegliche Unterstützung erhalten, die sie brauchen, einschließlich des Angebots, eine - freiwillige - Beratung zu allen Fragen der Schwangerschaft in Anspruch zu nehmen.«

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