Spitzenwert bei 2,75 Promille

  • vonRedaktion
    schließen

Wetteraukreis (pob). »Sicherlich spricht nichts gegen die Flasche Bier oder das Glas Wein zu Feierabend in den »eigenen vier Wänden. Was aber, wenn es sich bei diesen um das Führerhaus eines viele Tonnen schweren Sattelzuges handelt?«, fragt die Polizei in einer Pressemitteilung zu Alkoholkontrollen in der Region.

Grundsätzlich mache das keinen Unterschied. »Problematisch wird es allerdings, sobald sich Lastwagenfahrer am nächsten Morgen mit Restalkohol wieder hinters Steuer setzen.« Schlimme Unfälle, hoher Schaden und schwere Verletzungen drohten dann.

107 Lastwagen und Fahrer überprüft

Um Derartiges möglichst zu vermeiden, kontrollieren Schutzleute der mittelhessischen Autobahnpolizei regelmäßig auch auf Rastanlagen. So überprüften Polizistinnen und Polizisten am Sonntag im Rahmen eines Zusatzdienstes zwischen 18.30 Uhr und null Uhr auf mehreren mittelhessischen Rastplätzen an A 5 und A 45 - unter anderem auch Wetterau Ost und West - insgesamt 107 Lkw und deren Fahrer. Speziell geschulte Schutzleute nahmen zudem die vorgezeigten Führerscheine unter die Lupe, um etwaige Fälschungen festzustellen.

Die Dokumente lieferten keinen Grund zur Beanstandung. In 30 Fällen zeigte das Atemalkoholmessgerät einen vorangegangenen Alkoholkonsum an. 13-mal befand sich der gemessene Promillewert unterhalb von 0,5; elfmal lag er zwischen 0,5 und 1,1. Sechs Personen pusteten mehr als 1,1 Promille, wobei der höchste, gemessene Promillewert bei 2,75 lag. Die Beamten stellten sicher, dass kein Fahrer seine Fahrt fortsetzte, ehe er nicht wieder in der Lage war, den Lkw sicher im Straßenverkehr zu führen.

Die auf Freiwilligkeit beruhenden Atemalkoholmessungen wurden von den Fahrzeugführerinnen und -führern insgesamt sehr positiv aufgenommen. Die Kontrollen erfolgten als Präventionsmaßnahme. Keine der überprüften Personen war aus dem fließenden Verkehr heraus angehalten worden, so die Polizei.

Etliche der Überprüften gaben an, Alkohol zum Abendessen getrunken zu haben. Dies deckt sich mit den Feststellungen der Beamten: Je später am Abend die Überprüfung erfolgte, desto geringer fiel der gemessene Wert aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare