»Spitzenmusiker auf der Bühne«

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Friedberg (pm). In wenigen Tage beginnen die Internationalen Friedberger Gitarrentage, die inzwischen 20 Jahre alt geworden sind. Das hätte sich Gründer und Festivalleiter Martin Wentzel im Jahre 2001 nicht träumen lassen, dass das alle zwei Jahre stattfindende Festival irgendwann auf eine so lange Tradition zurückblicken würde. Wentzel selbst ist Musiker und Gitarrist und Mitglied des bekannten Barrios Guitar Quartet, nutzt seine zahlreichen Kontakte zur internationalen Gitarrenszene.

»Ich wollte schon immer mal so ein Festival auf die Beine stellen«, berichtet der in Frankfurt lebende Künstler. Durch geschickte Programmplanung konnten in den vergangenen Jahren viele nationale und internationale Spitzenmusiker der Gitarrenszene nach Friedberg eingeladen werden, darunter sogar einige Weltstars. Inzwischen habe sich das Festival einen festen Platz in der Musikszene der Region erobert und sei eine Bereicherung für den Kulturbetrieb der Stadt Friedberg.

Begonnen hat alles ganz bescheiden mit Konzerten im Konzertsaal der Musikschule Friedberg auf der Kaiserstraße, doch irgendwann war dieser zu klein und es musste eine neue Lösung her. Seit 2015 finden daher alle Konzerte im Theater Altes Hallenbad statt und sind meist ausverkauft.

Auch diesmal ist es wieder gelungen ein sehr hochkarätiges Programm zu erstellen, trotz der für die Kultur schwierigen Zeiten, versprechen die Veranstalter. Möglich gemacht wurde dies durch die Hilfe zahlreicher Sponsoren wie dem Kultursommer Mittelhessen, der Ovag, der Stadt Friedberg, der Musikschule Friedberg und dem Programm »Neu Start Kultur«.

Anfänge in Musikschule

Das erste Konzert gibt das Duo »Hands on Strings« unter dem Titel »Free Ride«. Stephan Bormann (Guitars) und Thomas Fellow (Guitars) werden am Samstag, 28. August, um 19.30 Uhr im Alten Hallenbad auftreten.

»Hands on Strings« spielen eine Melange aus Worldmusic, Konzertmusik und Jazz. Seit Jahren prägen die beiden Musiker eine neue Definition für Gitarrenmusik. Fellow und Bormann gelten als zwei der einflussreichsten Protagonisten der internationalen Gitarrenszene. Sie erhielten zahlreiche Einladungen zu Festivals in den USA und in viele europäische Metropolen.

Das zweite Konzert der Gitarrentage gestalten Stephanie Jones aus Australien und Igor Klokov aus Russland. Es steht unter dem Motto »Newcomer Doppelkonzert« und soll am Samstag, 4. September, um 19.30 Uhr im Alten Hallenbad stattfinden. »Mit Jones und Klokov gastieren zwei außergewöhnliche Künstler der jungen internationalen Gitarren-Szene in Friedberg«, sagt Wentzel.

Jones spielte einige Instrumente bevor sie zur Gitarre wechselte. Sie lebt derzeit in Deutschland, tourt rund um den Globus und hat drei Soloalben veröffentlicht. Sie gewann auch zahlreiche Preise in renommierten Wettbewerben.

Klokov gehört zu den vielversprechenden Begabungen der jungen Generation und hat bereits 15 Preise bei den größten internationalen Wettbewerben gewonnen Sein Debütalbum »Hommage« erschien im Oktober 2020.

Das Joscho-Stephan-Trio gestaltet das dritte Konzert der Gitarrentage unter dem Titel »Gypsyjazz vom Feinsten« am Samstag, 18. September, um 19.30 Uhr. Joscho Stephan spielt modernen Gypsy Swing und hat sich damit international einen Namen gemacht. Er mischt Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop. Er war mit zahlreichen Musikergrößen auf gemeinsamer Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa und den USA gespielt.

Martin Wentzel

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